Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2022

Studie

Industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich

 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0)89-551 78-133 +mobil+ +49 (0)173-573 89 25
Industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich
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Bayern ist ein starker und attraktiver Industriestandort. 25 Prozent der gesamten Wertschöpfung werden im Verarbeitenden Gewerbe erzielt. Im Niveauranking des von der IW Consult GmbH erarbeiteten internationalen Standortvergleichs belegt der Freistaat einen hervorragenden dritten Platz.

Industriestandort Bayern entwickelt sich unterdurchschnittlich

In der vorliegenden Studie wurde die Entwicklung der Standortqualität im Zeitraum 2005 bis 2019 untersucht. Der Freistaat kommt im Dynamik-Ranking auf Rang 30 und hat damit gegenüber dem Vorjahr weitere drei Plätze eingebüßt. Die Standortbedingungen entwickelten sich in Bayern etwas schlechter als im Durchschnitt der 45 untersuchten Wettbewerber.

Dies liegt einerseits am bereits hohen erreichten Niveau Bayerns. Es zeigt aber auch, dass dass die Wettbewerber aufholen und der Vorsprung Bayerns schmilzt. Das gilt insbesondere für die Schwellenländer und hier allen voran für China. Doch es gibt auch einige Industriestaaten, die besser als der Freistaat platziert sind und die zudem ihre Position in den vergangenen Jahren verbessern konnten.

Gute Entwicklung bei Infrastruktur und Staat – Kostennachteil verschärft sich

Eine überdurchschnittliche Entwicklung konnte der Standort Bayern in den Bereichen Infrastruktur und Staat erreichen. Hier konnte der Freistaat sein hohes Niveau noch etwas ausbauen.

Das mit Abstand kritischste Thema sind die Kosten. Hier liegt Bayern im aktuellen Ranking auf Platz 43 von 45. Und dies, obwohl der Freistaat im Niveau-Ranking ebenfalls sehr schlecht auf Platz 41. liegt. Das bedeutet, dass sich der Nachteil Bayers weiter vergrößert. Dies liegt vor allem an den Steuern sowie den Arbeits- und Exportkosten.

China als größte Herausforderung

Stellt man die Dynamik der Standortqualität der Länder ihrer Wettbewerbsintensität mit Bayern gegenüber, so zeigt sich, dass China die mit Abstand größte Herausforderung für Bayern darstellt. Zum einen weist China seit Jahren die stärkste Dynamik bei der Standortqualität auf, zum anderen besteht zwischen China und Bayern die höchste Wettbewerbsintensität.

Weitere Länder mit einer überdurchschnittlichen Standort-Dynamik und mit einer überdurchschnittlichen Wettbewerbsintensität sind Mexiko, Südkorea und Rumänien. Vietnam entwickelt sich ebenfalls überdurchschnittlich und hat eine mittlere Wettbewerbsintensität mit Bayern.

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