Unter dem Motto „Ein unabhängiges Europa“ hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Ende Oktober 2025 das Arbeitsprogramm für das Jahr 2026 vorgelegt. Es spiegelt wider, dass angesichts geopolitischer Spannungen, des fortdauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und einer zunehmend fragilen internationalen Ordnung die Europäische Union ihre strategische Autonomie konsequent stärken muss.
Wettbewerbsfähigkeit für starke EU entscheidend
Für die bayerische Wirtschaft ist dabei entscheidend, dass Europa seine Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen und gleichzeitig seine Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit eigenständig gewährleisten muss. Der Erhalt unserer industriellen Basis, technologische Innovationen und wirtschaftliche Unabhängigkeit – etwa bei kritischen Rohstoffen und Energieversorgung – bilden die Grundlage für Europas Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig bleibt auch im Jahr 2026 der konsequente Bürokratieabbau unerlässlich, um unsere Unternehmen zu entlasten und Innovationen zu beschleunigen. Neue Belastungen sind zu vermeiden, um die Vereinfachungsagenda nicht zu konterkarieren.
Mit der Bewertung des Arbeitsprogramms 2026 analysieren wir die Ziele und Planungen der EU-Kommission und stellen den Handlungsbedarf in den einzelnen Politikbereichen aus Sicht der bayerischen Wirtschaft dar.