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Letzte Aktualisierung: 19. März 2021

Studie

Digitale Bildung an bayerischen Schulen vor und während der Corona-Pandemie

 Michael Lindemann
Michael Lindemann
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Digitale Bildung an bayerischen Schulen vor und während der Corona-Pandemie

Digitale Bildung an bayerischen Schulen vor und während der Corona-Pandemie

PDF | 7,8 MB

Der Handlungsdruck im Bereich der digitalen Bildung ist im vergangenen Jahr rasant gestiegen. Der Schub, den die Digitalisierung während der Corona-Pandemie erfahren hat, muss nun qualitativ hochwertig weiterentwickelt und Potenziale von digitalen Medien bestmöglich genutzt werden. Digitale Inhalte und Strukturen sollen selbstverständliche Bestandteile von Lehren und Lernen werden.

Studie Digitale Bildung an bayerischen Schulen vor und während der Corona-Pandemie

Die vbw Studie Digitale Bildung an bayerischen Schulen vor und während der Corona-Pandemie wurde vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München erstellt. In der Studie werden der aktuelle Stand und Entwicklungstendenzen der digitalen Bildung an den Grundschulen und weiterführenden Schulen in Bayern vor und während der Corona-Pandemie untersucht. Im Fokus stehen dabei der digital gestützte Unterricht und seine Voraussetzungen.

Der erste Teil lehnt sich eng an unsere Vorgängerstudie „Digitale Bildung an bayerischen Schulen“ 2017 an und ermöglicht einen direkten Vergleich der digitalen Bildung in den Jahren 2017 und 2019. Dafür wurden repräsentative Telefonbefragungen von 677 Lehrkräften sowie von 643 Schüler*innen an weiterführenden Schulen in Bayern durchgeführt, außerdem eine Dokumentenanalyse von Prüfungsordnungen, Angeboten der Lehrerbildung und schulischen Lehrplänen.

Der zweite Teil der Studie untersucht die erste Phase der Corona-Pandemie bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020. Dazu wurden repräsentative Telefonbefragungen von 678 Lehrkräften, 273 Eltern von Grundschüler*innen sowie 644 Schüler*innen einschließlich deren Eltern an weiterführenden Schulen in Bayern durchgeführt.

Handlungsempfehlungen

Digitale Medien müssen selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts sein, die Qualität der digitalen Bildung deutlich verbessert und die Medienkompetenz und digitale Souveränität der Lehrkräfte und Schüler*innen ausgebaut werden. Auf Basis der Studienergebnisse werden zwölf Handlungsempfehlungen abgeleitet. Darunter:

  • Eine robuste und flächendeckende digitale Grundausstattung der Schulen mit Endgeräten und digitaler Infrastruktur ist für einen anspruchsvollen Einsatz digitaler Medien auch im Präsenzunterricht vonnöten; dementsprechend sollte ihr weiterer Ausbau forciert und ihre Nachhaltigkeit sowie Weiterentwicklung gesichert werden.
  • Die Qualifizierung der Lehrkräfte für ihre Aufgaben in einer digitalen Schule sollte über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg noch systematischer verankert werden. Ansätze dazu sind in der ersten Phase des Lehramtsstudiums bereits vollzogen, jetzt geht es darum, den entsprechenden Akteuren der Lehrerbildung an den Universitäten die dazu notwendigen Ressourcen nachhaltig bereitzustellen. Die Verankerung der digitalen Bildung in der zweiten Phase der Lehrerbildung (Referendariat) sollte sich auch in der entsprechenden Prüfungsordnung (LPO II) als einem maßgeblichen Instrument der Output-Steuerung niederschlagen.
  • Im digitalen Unterricht können sich soziale Benachteiligungen aufgrund der medien-technischen Ausstattung der Schüler*innen sowie ihrer Lernsituation zuhause einstellen und verschärfen; diese Benachteiligungen müssen gezielt ausgeglichen werden.