Die bayerische Wirtschaft

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Themen und Services/Zukunftsrat | Studie

Plattformen – Infrastruktur der Digitalisierung

 Christine Völzow
Christine Völzow
Leiterin Abteilung Wirtschaftspolitik
Digitalisierung
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PDF | 1,7 MB

Internetplattformen spielen eine Schlüsselrolle im Rahmen der digitalen Transformation. Das haben bereits die Arbeiten des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft zu Big Data (2016) und Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung (2017) deutlich gezeigt. An diese Ergebnisse knüpfen wir mit unserer aktuellen Studie Plattformen – Infrastruktur der Digitalisierung an und vertiefen sie.

Plattformen werden auch in der Industrie immer wichtiger

Auch im industriellen Bereich gewinnen Plattformen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig gibt es sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene verschiedene Bestrebungen zur Regulierung von Plattformen. Hier wird teilweise nur wenig zwischen den verschiedenen Ausgestaltungen differenziert, obwohl die Auswirkungen beispielsweise auf den Wettbewerb stark voneinander abweichen können. Mit der vorliegenden Studie beleuchten wir daher vorrangig die Plattformen im Bereich Industrie und industrienahe Dienstleistungen, um ihre aktuelle wirtschaftliche Bedeutung, Art und Weise des Einsatzes und ihre Zukunftsperspektiven zu erfassen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der deutschen Industrieunternehmen bereits Plattformen für ihr Kerngeschäft nutzt. Heute machen Transaktionsplattformen den größten Teil aus; tatsächlich datengetriebene Plattformen sind deutlich in der Minderheit. Während schon heute ein erheblicher Teil der Wertschöpfung davon abhängt, befinden sich die Industrieplattformen vielfach noch in der Investitionsphase. Ihre Bedeutung wird nach Einschätzung der Unternehmer weiter stark wachsen.

Rahmenbedingungen für die Entstehung eigener Plattformen schaffen

Damit unsere Unternehmen erfolgreich wirtschaften können, müssen wir die Entstehung eigener Plattformen aktiv begleiten. Gerade Industrieplattformen dürfen nicht überreguliert werden. Ein zentraler Aspekt ist dabei eine innovationsfreundliche Handhabung des Umgangs mit Daten: Sachdaten dürfen keinem ähnlich strengen Regime unterworfen werden, wie es für die personenbezogenen Daten gilt. Hier sind vertragliche Regelungen das Mittel der Wahl. Auch das Kartellrecht muss so gehandhabt werden, dass es dem Teilen von Daten auf Plattformen nicht im Weg steht. Schließlich müssen möglichst viele Daten zur Verfügung stehen bzw. verknüpft werden können, insbesondere über eine konsequente Umsetzung von Open Data seitens des Staates. Näheres zu den erforderlichen Rahmenbedingungen enthält unsere Position Digitale Plattformen.

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