Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 19. August 2021

Studie

Industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich – Niveauranking

 Volker Leinweber
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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
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 Tobias Rademacher
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Industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich – Niveauranking
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Im weltweiten Vergleich der Industriestandorte hat Bayern im Vergleich zum Vorjahr zwar einen Platz eingebüßt, ist aber mit dem dritten Rangweiterhin hervorragend platziert. In fünf von sechs Teilbereichen liegt der Freistaat in den TOP 10. Deutschland liegt wie in den Vorjahren auf Rang fünf.

Starke Industrie in Bayern

Knapp ein Viertel der gesamten Wertschöpfung des Freistaats wird in der Industrie erzielt. Nur wenige Länder weltweit haben eine höhere Industriedichte. Während viele Länder eine De-Industrialisierung erleben, ist das Gewicht des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern langfristig stabil geblieben. Dies ist mit ein Grund dafür, dass Bayern seinen Anteil an der globalen Industrieproduktion weitgehend stabil halten konnte, während die anderen Industrieländer zu Gunsten der Schwellenländer verloren haben.

Industrieller Spitzenstandort Bayern

Im Vergleich der industriellen Standortqualität von 45 Staaten belegt Bayern einen hervorragenden dritten Rang. Deutschland insgesamt ist auf Platz fünf ebenfalls sehr gut platziert. In fünf von sechs Teilbereichen liegt der Freistaat in den Top Ten. Die größten Pluspunkte des Freistaats sind

  • leistungsfähige und breite Wertschöpfungsketten durch ausgeprägte Unternehmenscluster und einen starken Wertschöpfungsverbund
  • hohe Regierungseffizienz, wirksame Korruptionskontrolle und hohe Qualität der Regulierung
  • sehr gute Infrastruktur mit einer hohen Leistungsfähigkeit der Logistik und der grundlegenden IT-Infrastruktur
  • Starkes Innovationsumfeld dank hoher FuE-Ausgaben, dynamischer Patentierungsaktivität und hoher Produktivität

Hohes Kostenniveau ist das Kernproblem

Problematisch ist einmal mehr das hohe Kostenniveau, hier liegt Bayern auf Rang 42 ovn 45. Für das schlechte bayerische Ergebnis sind die hohen Arbeits- und Energiekosten sowie die Steuerbelastung verantwortlich.

Aufholprozess der Schwellenländer

Die Stärkung unseres Industriestandorts ist eine Daueraufgabe. Dies gilt umso mehr, als wir mit zahlreichen Schwellenländern im globalen Wettbewerb stehen, die dynamisch wachsen und bezüglich der Standortqualität spürbar aufholen. China ist bereits heute unser größter Konkurrent auf den Weltmärkten. Zwar ist die Standortqualität derzeit in den Industrieländern deutlich höher als in den Schwellenländern, was vor allem an der Infrastruktur und dem staatlichen Ordnungsrahmen liegt. Die Emerging Markets holen jedoch kontinuierlich auf und punkten vor allem mit einem niedrigen Kostenniveau.