Bei unserer Kooperationsveranstaltung mit dem BR am 28. Juli 2026 diskutierten wir darüber, welchen Beitrag die bayerische Wirtschaft zur Verteidigungsfähigkeit leisten kann und welche Möglichkeiten sich daraus für sie ergeben.
Verteidigungswirtschaft in Bayern gewinnt an Bedeutung
vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betonte, dass die Verteidigungswirtschaft in Bayern seit Beginn der Zeitenwende spürbar an Größe, Gewicht und Bedeutung gewonnen hat. Dabei kommt, so der Tenor auf dem Panel, dem europaweit einzigartigen Ökosystem im Freistaat eine zentrale Rolle zu: Es verbindet etablierte Anbieter klassischer Verteidigungsgüter mit Herstellern neuer Technologien und zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit Forschung und Bundeswehr sowie eine kluge Politik der Bayerischen Staatsregierung aus. Das erklärte Ziel der bayerischen Wirtschaft und Staatsregierung ist es, dass 25 Prozent der Rüstungsaufträge des Bundes nach Bayern gehen.
Kooperationen von Start-ups und etablierten Anbietern stärken den Standort
In der Diskussion wurde das große Potenzial erkennbar, das in der Zusammenarbeit von klassischen Produzenten und jungen Unternehmen für den Standort steckt: Kooperationen dieser Art verknüpfen die Innovationsgeschwindigkeit der Start-ups mit dem Marktzugang und der Regularienkenntnis der etablierten Anbieter. Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation ist dabei auch der Cultural Fit zwischen beiden Seiten.
Mit Blick auf den weiteren Reformbedarf verwiesen die Teilnehmer*innen auf die Notwendigkeit, Existenzgründungen zu erleichtern, den Zugang für junge Unternehmen zum Beschaffungswesen der Bundeswehr zu verbessern und eine langfristig berechenbare Bedarfsplanung von staatlicher Seite zu etablieren.
Podiumsteilnehmer*innen
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Florian Hohenwarter, CEO, KNDS Deutschland
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Prof. Dr. Rafaela Kraus, Defense Innovation Expert, Universität der Bundeswehr München
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Balázs Nagy, CEO, Tytan Technologies GmbH
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Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer
Moderation: Stephan Lina, Wirtschaftsjournalist, Bayerischer Rundfunk