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Soziale Sicherung/Rente + bAV | Information

Bundestag beschließt Einführung einer Digitalen Renteninformation

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 Beate Neubauer
Beate Neubauer
CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Gesundheitswirtschaft, FKS+
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Die Große Koalition hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation einzuführen und den Bürger*innen so Informationen über ihre individuelle Absicherung im Alter aus allen drei Säulen der Alterssicherung zu bieten. Der Bundestag hat nun abschließend dem Vorhaben zugestimmt.

Geplante Umsetzung der digitalen Rentenübersicht

Bei der Deutschen Rentenversicherung wird eine „Zentrale Stelle für die Digitale Rentenübersicht“ eingerichtet, die die relevanten Daten bei den Vorsorgeeinrichtungen einholt und dann zusammengefasst auf einem Portal bereitstellt. Über dieses Portal können die Bürger dann mit einer individuellen Identifikationsnummer Informationen über bestehende Altersvorsorgeansprüche abfragen.

Die Umsetzung ist in einem zweistufigen Verfahren geplant: zunächst wird die digitale Rentenübersicht mit freiwillig angebundenen Vorsorgeeinrichtungen und freiwillig teilnehmenden erprobt.

Per Rechtsverordnung wird dann ein Stichtag festgelegt, ab dem alle Vorsorgeeinrichtungen, die bereits per Gesetz zur Übermittlung von regelmäßigen Standmitteilungen verpflichtet sind, entsprechende Daten an die Zentrale Stelle übermitteln müssen. Neben den zuletzt verfügbaren Standmitteilungen sind das

  • allgemeine Angaben zur Vorsorgeeinrichtung
  • allgemeine Angaben zum Altersvorsorgeprodukt (Art und Zuordnung zur gesetzlichen, privaten oder betrieblichen Altersvorsorge)
  • wertmäßige Angaben zu den erreichten und erreichbaren Vorsorgeansprüchen (differenziert nach garantierten und prognostizierten Werten)
  • weitere Angaben zum Leistungsumfang des Altersvorsorgeprodukts wie zum Beispiel Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenabsicherung

Die Vorsorgeeinrichtungen können Dritte mit der Übermittlung der Daten beauftragen. Für Vorsorgeeinrichtungen, die gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, regelmäßige Standmitteilungen weiterzugeben, ist keine Einbindung in die digitale Rentenübersicht geplant. Direktzusagen der bAV, berufsständische Versorgungswerke und Träger der Versorgung von Beamten, Soldaten und Richtern sind damit bis auf Weiteres nicht erfasst.

Bewertung

Die Einführung einer säulenübergreifenden Altersvorsorgeinformation ist richtig, da so Vorsorgelücken rechtzeitig aufgedeckt werden können und die Möglichkeit verbleibt, entsprechend entgegenzusteuern.

Wichtig ist, dass es bei der praktischen Umsetzung zu keinen übermäßigen Belastungen der Vorsorgeeinrichtungen und, im Falle der bAV, der Arbeitgeber kommt. Daher ist sicherzustellen, dass in den nun einzusetzenden Gremien, die die Umsetzung der Digitalen Renteninformation begleiten, Arbeitgebervertreter beteiligt werden.