Die bayerische Wirtschaft
zum Dashboard Konjunktur

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Login

Sie haben keine Login-Daten?

Login-Daten beantragen
Zur Übersicht
Themen und Services/Soziale Marktwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2026

Studie

Die Notwendigkeit von Unternehmensgewinnen

 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0) 89-551 78-133 Mobil +49 (0) 173-573 89 25
Die Notwendigkeit von Unternehmensgewinnen

Gewinne sind die Grundvoraussetzung für unternehmerisches Tätigsein in einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Ausreichende Gewinne sichern das Fortbestehen von Unternehmen und deren Arbeitsplätzen.

Gewinne sind elementarer Bestandteil der Marktwirtschaft

Ohne die Möglichkeit, Gewinne zu erzielen, wird niemand ein Unternehmen gründen oder in ein Unternehmen investieren. Die Aussicht auf (höhere) Gewinne lässt Unternehmen in Effizienzsteigerungen, Innovationen und Produktoptimierung investieren. Das Ergebnis ist eine optimale Versorgung der Konsumenten. Gerade in der aktuellen Phase sind enorme Investitionen in die Transformation notwendig.

Gewinnquote geht mittelfristig zurück

Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die volkswirtschaftliche Gewinnquote – das ist der Anteil der Unternehmensgewinne und Vermögenseinkommen am Bruttoinlandsprodukt – in Deutschland von 30 auf 25 Prozent gesunken. Die Lohnquote ist dementsprechend auf 75 Prozent gestiegen. Auch wenn man nach Industrie und Dienstleistungssektor differenziert, zeigt sich eine im Trend rückläufige Gewinnquote.

In der Industrie werden nicht immer ausreichende Gewinne erreicht

Die Studie versucht, die "notwendige" Gewinnhöhe zu quantifizieren. Als Referenz werden die gewichteten Kapitalkosten (WACC, Weighted Average Costs of Capital) herangezogen. Sie geben an, welche Verzinsung Unternehmen erzielen müssen, um die Kapitalkosten zu decken und zugleich eine angemessene Rendite an die Kapitalgeber zu ermöglichen, ohne dass diese ihre Finanzmittel in alternative Anlagen geben. Es zeigt sich, dass die tatsächlichen Kapitalrenditen in der deutschen Industrie in den letzten zehn Jahren teilweise unter der notwendigen Höhe lagen. Das erhöht des Risiko der Deindustrialisierung.

Gewinne führen zu Investitionen und Beschäftigung

Ausreichende Gewinne sind erforderlich, damit Unternehmen investieren und Arbeitsplätze sichern und schaffen können. Verschiedene statistische Untersuchungen in dieser Studie belegen den positiven zusammenhang zwischen Gewinnen, Investitionen und Beschäftigung.

Seite drucken