Zum dreizehnten Mal wurde am 07. Mai der Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft im Max-Joseph-Saal der Residenz München verliehen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an drei junge Wissenschaftler*innen, die sich mit Triebkräften unternehmerischer Entscheidungen, Wandel auf dem Arbeitsmarkt und dem Vertragsrecht befasst haben.
Prof. Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender des RHI, erklärte: „Die heute ausgezeichneten drei Wissenschaftler*innen liefern mit ihren Forschungsarbeiten erstklassige und wertvolle Impulse dafür, wie wir Grundlagen unseres Zusammenlebens zukunftsweisend angehen können.“
Zukunft entsteht nicht im Warten, sondern im Handeln
In ihrer Festrede hob Prof. Dr. h. c. Jutta Allmendinger, Professorin für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Bedeutung von Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft und verlässlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Funktionieren der Sozialen Marktwirtschaft hervor. Zugleich machte sie deutlich, dass bei Institutionen, Märkten, Sozialstaat, Forschung und Mitbestimmung Reformbedarf besteht. Prof. Rodenstock bekräftigte: „Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung braucht ein Update, dann wird sie auch in Zukunft ein wahres Erfolgsmodell für Deutschland sein“.
Erwartungen und Unsicherheit als Treiber wirtschaftlicher Entscheidungen
Mit dem ersten Preis und einem Preisgeld 20.000 Euro wurde Dr. Manuel Menkhoff von der Universität Kopenhagen ausgezeichnet. In seiner Dissertation Expectations and Behavior of Firms in Macroeconomics and Finance untersucht Menkhoff, wie Schocks, Erwartungen und Unsicherheit die Entscheidungen von Unternehmen prägen.
Regelbasierte Ordnung schafft notwendige Spielräume
Der zweite Preis und ein Preisgeld von 10.000 Euro gingen an Dr. Oliver Schlenker vom ifo Institut Nürnberg. Er beschäftigte sich in seiner Dissertation mit den Folgen zentraler Arbeitsmarktherausforderungen im Zusammenspiel mit institutionellen Rahmenbedingungen.
Plädoyer für eine bessere Abstimmung von Vertrags- und Datenschutzrecht
Den dritten Preis mit einem Preisgeld von 5.000 Euro erhielt Prof. Dr. Chandna-Hoppe von der EBS Universität Oestrich-Winkel. Sie untersucht in ihrer Habilitation Die Gegenleistung im Vertrag – Gegenstand, Grenzen und Vertragsrisiko den schuldrechtlichen Grundbegriff unter Berücksichtigung digitaler Entwicklungen.
Mit der Preisverleihung soll auch das politische Wirken Roman Herzogs und sein entschiedenes Eintreten für die Soziale Marktwirtschaft gewürdigt werden. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fördert und unterstützt den interdisziplinären Forschungspreis.
Die Festrede stellen wir Ihnen in Kürze auf dem YouTube-Kanal des Roman Herzog Instituts zur Verfügung.
Teilnehmende
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Prof. Dr. h. c. Jutta Allmendinger Ph. D., Humboldt-Universität zu Berlin
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Prof. Dr. Chandna-Hoppe, EBS Universität Oestrich-Winkel
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Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Weltethos-Institut Tübingen
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Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Hradil, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
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Sebastian Matthes, Handelsblatt
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Dr. Manuel Menkhoff, Universität Kopenhagen
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Dr. Oliver Schlenker, ifo Institut
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Prof. Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender Roman Herzog Institut