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Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2022

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Lieferkettensorgfaltspflichten: Informationen zur Berichtspflicht

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 Beate Neubauer
Beate Neubauer
CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Gesundheitswirtschaft, FKS+
Telefon +49 (0)89-551 78-534 +mobil+ +49 (0)173-573 89 22

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) sieht vor, dass alle Unternehmen, die unter den direkten Anwendungsbereich des Gesetzes fallen, regelmäßig einen Bericht über die Erfüllung der im Gesetz verankerten Sorgfaltspflichten veröffentlichen müssen.

Dieser Bericht muss jährlich erstellt werden und Auskunft geben die Erfüllung der Sorgfaltspflichten im vergangenen Geschäftsjahr. Die betroffenen Unternehmen müssen diesen Bericht spätestens vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übermitteln. Zudem müssen die Berichte zu diesem Zeitpunkt auch auf den Internetseiten des Unternehmens veröffentlicht werden und für einen Zeitraum von sieben Jahren kostenfrei öffentlich zugänglich gemacht werden.

Berichtsform

Das BAFA hat nun bekannt gegeben, dass sich der Bericht aus den Antworten auf einen strukturierten Fragebogen generieren lässt. Dieser Fragebogen wird derzeit erarbeitet und nach dessen Finalisierung durch das BAFA veröffentlicht.

Der Fragebogen wird offene und geschlossene Fragen sowie Mehrfachauswahlmöglichkeiten (Multiple Choice) enthalten. Durch die vollständige und wahrheitsgemäße Beantwortung des Fragebogens sowie die Veröffentlichung des dann generierten Berichts auf der Internetseite des Unternehmens kommen die Unternehmen Ihrer Berichtspflicht nach § 10 Abs. 2 LkSG nach.

Inhalt des Berichts

Werden alle Fragen des Fragebogens vollständig und wahrheitsgemäß durch ein Unternehmen beantwortet, so gelten mindestens folgende Punkte als nachvollziehbar dargelegt:

  • Ob und falls ja, welche menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken oder Verletzungen einer Sorgfaltspflicht das Unternehmen identifiziert hat.
  • Was das Unternehmen unter Bezugnahme der im Gesetz beschriebenen Pflichten unternommen hat (§§ 4 – 9), dazu zählen die Elemente der Grundsatzerklärungen (§ 6) sowie die Maßnahmen, die das Unternehmen aufgrund von Beschwerden (§§ 8, 9) getroffen hat.
  • Wie das Unternehmen die Auswirkungen und die Wirksamkeit der Maßnahmen bewertet.
  • Welche Schlussfolgerungen es aus der Bewertung für zukünftige Maßnahmen zieht.

Damit erfüllt die vollständige und wahrheitsgemäße Beantwortung des Fragebogens die inhaltlichen Anforderungen an einen Bericht gem. § 10 Absatz 2 Satz 2 LkSG.

Werden keine menschenrechtlichen oder umweltbezogenen Risiken sowie keine Verletzungen entsprechender Pflichten festgestellt und wird dies im Bericht plausibel dargelegt, sind keine weiteren Ausführungen erforderlich.

Weitere Informationen finden sie auf den Internetseiten der BAFA . Sobald der Fragebogen vorliegt, stellen wir Ihnen diesen zur Verfügung.