Die vbw betonte anlässlich der Tagung der Industriellenvereinigung der Region Trentino-Südtirol am 08. Juni 2026 zum Thema Infrastrukturen für ein regionales Wachstum. Entwicklungsmöglichkeiten nördlich und südlich des Brenners die Herausforderungen und Lösungsansätze zur Brennerstrecke.
Herausforderung Brennerstrecke
Die Brennerroute ist die mit Abstand bedeutendste Verbindung im alpenquerenden Güterverkehr. Bereits heute gibt es aufgrund verkehrsbeschränkender Maßnahmen, Straßenbauarbeiten und weitgehend ausgefüllter Schienenkapazitäten auf der Brennerstrecke massive Probleme, die zu Staus auf bayerischer Seite von bis zu 70 Kilometern führen und beim Warentransport zu Versorgungslücken in den Lieferketten. Das belastet Menschen, Wirtschaft und Umwelt erheblich. Hinzu kommen notwendige Baumaßnahmen (Beispiel Lueg-Brücke), die die Kapazitäten weiter reduzieren.
Freien Warenverkehr auf der Brennerstrecke mit nachhaltigen Maßnahmen gewährleisten
Eine spürbare Verbesserung wird es erst mit Inbetriebnahme des Brenner-Basistunnels einschließlich der Zulaufstrecken geben, die eine stärkere Verlagerung auf die Schiene ermöglicht. Eine Grundsatzentscheidung zur Trassenführung auf deutscher Seite, die den Weg für eine rasche Umsetzung freimacht, ist überfällig. Bis zur vollständigen Realisierung des Projekts Brenner-Basistunnel müssen vorhandene Kapazitäten auf Straße und Schiene optimal genutzt werden. Das bedeutet unter anderem: Abbau von Verkehrsbeschränkungen, Aufbau einer länderübergreifenden Plattform zur Koordinierung aller Baumaßnahmen und Erarbeitung guter Simulationstools für den grenzüberschreitenden Verkehr.