Der vbw Rohstoffpreisindex ist im Mai erneut angestiegen. Gegenüber April legte der Index um 3,5 Prozent zu und erreichte mit 209,1 Punkten einen neuen Höchststand. Seit nunmehr einem Jahr ist der Index, abgesehen von einem minimalen Rückgang im August 2025 (-0,1 Prozent), jeden Monat gegenüber dem jeweiligen Vormonat angestiegen. Gegenüber Mai 2025 lag der vbw Rohstoffpreisindex um satte 42,5 Prozent höher.
Die Preise für Industriemetalle stiegen im Mai leicht unterdurchschnittlich an. Das Plus gegenüber dem Vormonat lag bei 3,2 Prozent. Deutlich teurer wurden im Mai vor allem Germanium (+27,4 Prozent), Lithium (+13,7 Prozent) und Zinn (+10,0 Prozent). Auch die Preise für die für Bayern sehr wichtigen Industriemetalle Kupfer (+5,1 Prozent) und Aluminium (+2,1 Prozent) legten weiter zu. Nur wenige der im Index enthaltenen Industriemetalle wurden im Mai zu niedrigeren Preisen gehandelt als im April. Die stärksten Preisabschläge verzeichneten Tantal (-8,1 Prozent) und Mangan (-7,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2025 verteuerten sich Lithium und Wolfram mit Abstand am stärksten. Während sich der Preis für Lithium (+210,8 Prozent) verdreifachte, stieg der Preis für Wolfram (+556,6 Prozent) um mehr als das sechsfache an.
Der Preisindex der Seltenen Erden ging, entgegen dem allgemeinen Trend, leicht um 0,5 Prozent zurück. Günstiger wurden, wie bereits im April, vor allem Praseodym und Dysprosium (beide -4,3 Prozent) sowie Neodym (-4,1 Prozent). Die Preise für Gadolinium (+6,2 Prozent) und Cerium (+2,5 Prozent) stiegen hingegen erneut an.
Die Preise für Edelmetalle gingen im Mai ebenfalls zurück. Gegenüber April lag der dazugehörige Teilindex um 0,2 Prozent niedriger. Neben Palladium (-5,3 Prozent) wurden auch Gold (-2,8 Prozent) und Platin (-1,7 Prozent) günstiger. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten hingegen alle im Index enthaltenen Edelmetalle deutlich höhere Preise.
Im Zuge des Iran-Konflikts verharrte der Ölpreis auch im Mai weiter auf hohem Niveau, Rohöl verteuerte sich gegenüber April um 0,9 Prozent. Folglich nahm der vbw Rohstoffpreisindex mit Energie gegenüber April um 1,1 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Index damit um über die Hälfte höher (+58,4 Prozent).