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Letzte Aktualisierung: 20. Dezember 2022

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern – Winter 2022

 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0)89-551 78-133 +mobil+ +49 (0)173-573 89 25
M+E Konjunkturumfrage Bayern – Winter 2022
PDF | 1,9 MB

Die konjunkturelle Lage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist am Ende eines von Krisen geprägten Jahres stabil, die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate fallen jedoch negativ aus. Das ist das Ergebnis unserer aktuellen Konjunkturumfrage, die wir zwischen dem 09. und 16. Dezember 2022 durchgeführt haben und an der sich 275 Unternehmen mit insgesamt 222.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Geschäftslage zum Jahresende 2022 wird von den Unternehmen insgesamt positiv bewertet. Vor allem die Großunternehmen sind – bezogen auf das Auslandsgeschäft – für das positive Ergebnis verantwortlich. Das aktuelle Inlandsgeschäft wird von 44 Prozent der Unternehmen als gut bewertet, nur vier Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung. Mit dem Export sind 72 Prozent der Betriebe zufrieden, neun Prozent kommen zu einem negativen Urteil.

Die Erwartungen der Unternehmen für das erste Halbjahr 2023 liegen klar im negativen Bereich. Im Inlandsgeschäft hoffen gut zehn Prozent der Betriebe auf eine Verbesserung, mit fast 24 Prozent befürchten deutlich mehr eine Verschlechterung. Mit Blick auf das Auslandsgeschäft gehen sieben Prozent der Firmen von einer Besserung aus, 18 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktionspläne der bayerischen M+E Unternehmen sind per Saldo klar positiv. Mehr als jeder zweite Betrieb geht davon aus, seine Produktion in der ersten Jahreshälfte 2023 steigern zu können, sieben Prozent befürchten einen Produktionsrückgang. Darin dürfte die Hoffnung zum Ausdruck kommen, dass der aufgestaute Auftragsbestand besser abgearbeitet werden kann als noch in diesem Jahr.

Beim Materialmangel zeigt sich eine langsam Entspannung, trotzdem bleibt die Situation problematisch. Bei fast 17 Prozent der Unternehmen wird die Produktion durch den Materialmangel stark beeinträchtigt, im Sommer lag dieser Anteil noch bei fast 30 Prozent. 31 Prozent spüren eine mittelmäßige und weitere 31 Prozent eine leichte Beeinträchtigung. Gleichzeitig gehen die Auftragseingänge zurück und ein Teil der bestehenden Aufträge wird verschoben, gekürzt oder komplett storniert.

Die Investitionspläne der M+E Unternehmen haben sich gegenüber Sommer ebenfalls erholt, bleiben aber zurückhaltend. Im Inland wollen knapp 28 Prozent der Betriebe die Investitionen erhöhen, gut 13 Prozent müssen die Investitionsausgaben kürzen. Von den im Inland geplanten Investitionen entfallen 23 Prozent auf Erweiterungen, vor einem halben Jahr lag der Anteil nur bei 16,5 Prozent. Den größten Anteil machen mit 27 Prozent weiterhin die Ersatzbeschaffungen aus.

Beschäftigungspläne

Die Beschäftigungspläne der M+E Unternehmen in Bayern sind insgesamt weiter aufwärts gerichtet, gegenüber der Sommerumfrage aber gesunken. Knapp jeder dritte Betrieb will im ersten Halbjahr 2023 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, im Sommer plante so noch jeder zweite Betrieb. Fast neun Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen, im Sommer sagten dies drei Prozent.

Ob die Beschäftigungspläne wie geplant realisiert werden können, ist fraglich, da sich der Arbeitskräftemangel weiter verschärft. Fast 47 Prozent der Unternehmen sehen ihre Produktions- und Geschäftstätigkeit durch fehlende Arbeitskräfte als erheblich beeinträchtigt. Das ist ein weiteres Allzeithoch nach 42,5 Prozent im Sommer. Bei weiteren 42 Prozent ist die Produktion zumindest geringfügig beeinträchtigt.

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