Die bayerische Wirtschaft

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Konjunktur/Bayern + Deutschland | Information

Herbstgutachten 2020 der Wirtschaftsforschungsinstitute

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 Volker Leinweber
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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
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Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Halbjahr infolge der Corona-Krise eingebrochen. Inzwischen hat die Erholung begonnen, diese wird sich aber nach Einschätzung der Forschungsinstitute verlagsamen.

Weltweite Rezession

Die Corona-Pandemie hat sowohl Industriestaaten als auch Schwellenländer erfasst und zu einer globalen Rezession geführt. Die Institute rechnen mit einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung um 4,0 Prozent im laufenden Jahr, das ist der stärkste Einbruch seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Im kommenden Jahr ist dann mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,9 Prozent zu rechnen. Vor allem die Investitionstätigkeit wird auf absehbare Zeit gedämpft bleiben.

Verlangsamte Erholung in Deutschland

Die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland ist in der ersten Jahreshälfte 2020 so stark gefallen wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik, wobei sich der Einbruch auf die Monate März und April konzentrierte. Bereits im Mai setzte eine Erholung ein. Diese wird sich aber zunehmend verlangsamen, da Nachholeffekte auslaufen und gleichzeitig einige Branchen immer noch erheblichen Einschränkungen ausgesetzt sind und die weltweite Investitionstätigkeit schwach bleibt.

Im Jahresdurchschnitt 2020 wird das BIP um 5,4 Prozent zurückgehen. Im kommenden Jahr wird ein Anstieg um 4,7 Prozent folgen, wobei das Vorkrisenniveau erst im Schlussquartal 2021 wieder erreicht wird.

Erwerbstätigkeit erst 2022 wieder auf Vorkrisenniveau

Die Corona-Krise hat den langanhaltenden Beschäftigungs-Aufschwung abrupt beendet. Inzwischen scheint auch auf dem Arbeitsmarkt die Talsohle durchschritten. Die Zahl der Erwerbstätigen wird der Prognose zufolge im JAhresdurchschnitt 2020 um 400.000 Personen zurückgehen und erst im Jahr 2022 wieder das Niveau von 2019 erreichen. Die Arbeitslosenquote wird von 5,0 Prozent auf jeweils 5,9 Prozent in den Jahren 2020 und 2021 steigen, bevor sie im Jahr 2022 wieder auf 5,5 Prozent zurückgeht.