Die bayerische Wirtschaft

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Themen und Services/Konjunktur/Bayern + Deutschland

Letzte Aktualisierung: 30. September 2022

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Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2022 der Wirtschaftsforschungsinstitute

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 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0)89-551 78-133 +mobil+ +49 (0)173-573 89 25
Elias Kerperin
Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
Telefon +49 (0)89-551 78-422

In ihrer aktuellen Gemeinschaftsdiagnose prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Abrutschen Deutschlands in eine Rezession. Der Russland-Ukraine-Krieg und die dadurch massiv angestiegenen Energiepreise führen zusätzlich zur Corona-Pandemie und unterbrochenen Lieferketten zu Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und zu einer Umkehrung des konjunkturellen Erholungsprozesses

Weltwirtschaft

Die globale Konjunktur hat sich in den letzten Monaten drastisch abgekühlt. Allen voran lähmt der Überfall Russlands auf die Ukraine beziehungsweise die damit einhergehenden Teuerungen für Energierohstoffe die Weltwirtschaft. Sollten sämtliche Gaslieferungen aus Russland nach Europa eingestellt werden, würde dies Europa in eine tiefe Rezession stürzen. Auf globaler Ebene birgt insbesondere der Anstieg von Zinsen und Rohstoffpreisen das Potenzial, zu Wachstumsschwächen oder Schuldenkrisen beizutragen.Ein weiteres Risiko ist die Corona-Pandemie , die auch im Jahr 2022 noch nicht vollständig überstanden ist und erneut aufflammen kann.

Deutschland

Die Krise auf den Gasmärkten und die drastisch gestiegenen Energiekosten belasten die deutsche Wirtschaft und führen zu einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kauf- und Investitionskraftverlust. Dies drückt die deutsche Wirtschaft in die Rezession. Die Forschungsinstitute rechnen für das dritte und vierte Quartal 2022 sowie für das erste Quartal 2023 mit einem kumulierten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 1,2 Prozent. Dank des Wachstums im ersten Halbjahr 2022 ergibt sich im Jahresdurchschnitt noch ein positives BIP-Wachstum von 1,4 Prozent. Im Durchschnitt des Jahres 2023 wird das BIP dann um 0,4 Prozent niedriger liegen als 2022. Für 2024 wird wieder ein Plus von 1,9 Prozent erwartet

Der Prognose liegt die Annahme zu Grunde, dass es sowohl im kommenden als auch im nächsten Winter zu keiner Gasmangelsituation kommen wird. Sollten stattdessen Rationierungen notwendig sein, würde der Produktionsrückgang stärker ausfallen. In einem Risiko-Szenario, das zwei sehr kalte Winter sowie nur geringe Gaseinsparungen unterstellt, würde die Produktion zum Jahresbeginn 2023 und 2024 jeweils massiv einbrechen. Das BIP würde dann im Jahresdurchschnitt 2023 um 7,9 Prozent und 2024 um 4,2 Prozent einbrechen.

Eine Zusammenfassung des Gutachtens steht Ihnen unten im Downloadbereich zur Verfügung.

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Zusammenfassung der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2022

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