Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie haben keine Login-Daten?

Login-Daten beantragen
Zur Übersicht
Themen und Services/Konjunktur/Bayern + Deutschland

Letzte Aktualisierung: 02. Januar 2023

Information

BIP-Prognose Bayern 2023

Kontakt
 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0)89-551 78-133 +mobil+ +49 (0)173-573 89 25

Die bayerische Wirtschaft sieht sich mit einer Vielzahl von Krisen konfrontiert. Dennoch konnte sie sich bis Herbst 2022 recht gut halten, was auch dem Aufholprozess nach der Aufhebung der Corona-Maßnahmen zu verdanken war. Im Winterhalbjahr schlägt die Energiekrise und die weiteren Belastungen aber endgültig negativ durch und bringen Bayern in die Rezession, die ins Jahr 2023 hinein anhalten wird. Die vbw erwartet im Jahresdurchschnitt 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent.

Rückblick 2022

Zu Beginn des Jahres 2022 war die bayerische Wirtschaft auf gutem Weg, sich aus der Corona-Krise herauszuarbeiten. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine war und ist in erster Linie eine menschliche Katastrophe. Er hatte aber auch negative Folgen für die bayerische Wirtschaft in Form einer Verschärfung der Lieferprobleme sowie massiver Preissteigerungen, vor allem bei der Energie. Das führte zu erheblichen Kostensteigerungen in allen Wirtschaftsbereichen und einer großen Unsicherheit im Hinblick auf die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig stieg die allgemeine Inflationsrate auf ein Niveau wie zuletzt vor 70 Jahren und reduzierte die Kaufkraft der Konsumenten. Dennoch wirkte der private Konsum lange Zeit stützend für die Konjunktur, vor allem in Form erhöhter Ausgaben im Freizeit- und Tourismusbereich nach dem Aufheben der Corona-Maßnahmen. Positiv wirkte zudem der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt. So ist die bayerische Wirtschaft bis in den Herbst hinein gewachsen. Zum Jahresende hin haben sich aber die Energiekrise und die hohe Inflation sowie auch die nach wie vor vorhandenen Lieferengpässe zunehmend negativ auf die Wirtschaft ausgewirkt. So dürfte die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2022 gesunken sein.

Prognose 2023

Wir gehen auch für das erste Quartal 2023 von einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion aus. Für das zweite Quartal erwarten wir eine leichte Erholung, für das dritte und vierte Quartal dann ein deutlicheres positives Wachstum, das sich allerdings zum Jahresende hin wieder abschwächt. Da es im kommenden Jahr schwieriger werden dürfte, die Gasspeicher zu füllen, rechnen wir auch für den Winter 2023/2024 mit einer unsicheren Versorgungslage, was die Energiepreise wieder ansteigen lassen kann. Im gesamten Jahr 2023 werden die hohen Energie- und Verbraucherpreise die Wirtschaft belasten. Das hohe Preisniveau bremst den privaten Konsum ebenso wie die Unternehmensinvestitionen. Vom Außenhandel sind nur schwache Impulse zu erwarten. Die weltweite Konjunktur befindet sich in einer Schwächephase. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich insgesamt stabil, die Konjunkturschwäche wird aber nicht spurlos an ihm vorüber gehen.

Insgesamt geht die vbw für 2023 im Jahresdurchschnitt von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Bayern um 0,3 Prozent aus. In dieser Prognose ist unterstellt, dass es weder im Winter 2022/2023 noch im Folgewinter zu einem physischen Gas- bzw. Energienotstand kommt.

Information

BIP-Prognose Bayern 2023

Seite drucken