Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung fand das Projekt „Prüfungskultur innovativ“ offiziell seinen Abschluss. Amtschef im Kultusministerium Martin Wunsch und vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zogen am 01. Juli 2026 eine positive Bilanz zum Schulversuch.
Der Modellversuch „Prüfungskultur innovativ“
Im Schulversuch ging es darum, das Spektrum der Leistungsnachweise zu erweitern. Es wurden digitale Aufgabenformate entwickelt, die kooperative und kreative Herangehensweisen auch in Prüfungssituationen erlauben. Sie bilden dabei insbesondere diejenigen Kompetenzen ab, die junge Menschen für Studium, Beruf und ihr Leben in einer digitalisierten Welt benötigen.
Folgende Handlungsfelder wurden im Projekt bearbeitet:
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Klärung der rechtlichen Voraussetzungen und Anforderungen
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Klärung der technischen Anforderungen
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Entwicklung von datenschutzkonformen Verfahren zur digitalen Durchführung und Archivierung von Leistungserhebungen
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Erarbeitung von Verfahren zur validen Beurteilung von Leistungen bei kooperativen und mediengestützten Aufgaben
Formate für eine innovative Lern- und Prüfungskultur:
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Lernprodukte als Leistungsnachweis, z. B. E-Books, Audios, Videos, Wikis, Blogs
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Hybride Leistungsaufgaben mit multimedialen Materialien als Grundlage für die Darstellung des Kompetenzerwerbes
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E-Portfolios, Sketchnotes, Infografiken oder interaktive Wissenslandkarten als prozessorientierte beziehungsweise auch fachintegrative Formate
„Prüfungskultur innovativ“ richtete sich in den Schuljahren 2021/2022 und 2022/2023 an Mittel- und Realschule sowie Gymnasium. Im Schuljahr 2023/2024 ist der Schulversuch auf Berufliche Schulen ausgeweitet worden und endete nun mit der feierlichen Abschlussveranstaltung. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. war Hauptpartner.
Bedeutung aus Wirtschaftssicht
Den Stellenwert innovativer Prüfungsformate betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Unsere Schülerinnen und Schüler sind die Fachkräfte von morgen und entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes. Um sie gut auf die Anforderungen einer sich verändernde Arbeitswelt vorzubereiten, muss auch die Prüfungskultur im leistungsstarken bayerischen Bildungssystem weiterentwickelt werden. Ziel muss es sein, Kernfähigkeiten wie Kreativität, Problemlösungskompetenzen, Teamarbeit und Transferleistungen gezielter abzubilden. Genau hier setzt ‚Prüfungskultur Innovativ‘ an. Wir begrüßen daher die jüngste Ausweitung des Modellversuchs auf Berufliche Schulen, Fachoberschulen und Berufliche Oberschulen, das verstärkt die Verzahnung von Schule und Wirtschaft. Jetzt gilt es, die Ergebnisse sukzessive in der Fläche zu verankern.“