Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt registrieren
Zur Übersicht
Themen und Services/Fachkräftesicherung

Letzte Aktualisierung: 23. März 2021

Position

„Wirtschaft inklusiv“ – berufliche Inklusion stärken

Dr. Markus Meyer
Dr. Markus Meyer
Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung, Vereinbarkeit Familie und Beruf, BGM/BGF
+49 (0)89-551 78-215 +49 (0)170-680 31 15
PDF | 0,5 MB

Der demografisch bedingte Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials wird dazu führen, dass es für einige Branchen und Regionen auch künftig eine besondere Herausforderung darstellt, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Dies gilt umso mehr, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Mit unserer Initiative Fachkräftesicherung FKS+ unterstützen wir Betriebe dabei, ihren Personalbedarf zu decken, indem wir alle verbliebenen Erwerbspersonenpotenziale aktivieren.

Dies schließt selbstverständlich Menschen mit (Schwer-)Behinderung ein. Viele von ihnen sind gut oder sehr gut qualifiziert und können einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Sie sind – sofern richtig eingesetzt – voll leistungsfähige Mitarbeiter, die vielfach besonders motiviert ihre Aufgaben erfüllen.

Es gilt, diese Potenziale zu heben. Nicht nur für den Arbeitsmarkt, aber auch für die Menschen persönlich. Arbeit zu haben bedeutet persönliche Unabhängigkeit, Selbstbestätigung und Selbstverwirklichung. Das ist der Kern von Inklusion.

Die fünf folgenden Positionen müssen bei der beruflichen Inklusion handlungsleitend sein:

  • Inklusion muss möglichst früh ansetzen: Das gemeinsame Lernen und Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in allen Bildungseinrichtungen muss selbstverständlich werden.
  • Menschen mit Behinderung leisten einen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs: Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte sind gut qualifiziert. Sie werden am Arbeitsmarkt gebraucht. Die Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Schwerbehinderter in Bayern hat sich in den letzten zehn Jahren um fast 50 Prozent erhöht.
  • Die Wirtschaft engagiert sich bereits in erheblichem Maße für die Inklusion: Mit diversen Projekten unterstützen die Arbeitgeberverbände schon heute Unternehmen bei der Prävention körperlicher und seelischer Beeinträchtigungen sowie der Reintegration und Inklusion von Schwerbehinderten in den Arbeitsmarkt.
  • Die stetige Verschärfung der Schutzvorschriften ist kontraproduktiv: Sonderregelungen für schwerbehinderte Arbeitnehmer bewirken oft das Gegenteil von Inklusion. Damit werden vielmehr neue, zusätzliche Einstellungshemmnisse erzeugt.
  • Informationen und Anreize statt Regulierung: Für weitere Fortschritte bei der Inklusion braucht es einen Richtungswechsel von Regulierung und Zwang hin zu Information und Anreizen. Arbeitgeber müssen umfassend über die rechtlichen Vorgaben, mehr aber noch über die Chancen, technologischen Hilfestellungen und gesetzlichen Leistungen bei der Beschäftigung schwerbehinderter Personen informiert werden.

Mit unserer Position „Wirtschaft inklusiv“ informieren wir über Zahlen und Fakten zur Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung und zeigen auf, wie die berufliche Inklusion weiter gestärkt werden kann.