Die EU hat eine große Bedeutung für den deutschen Außenhandel, über die Hälfte der deutschen Exporte geht in andere EU-Staaten. Ein dynamisches Wachstum der EU-Länder stützt auch die deutsche Wirtschaft.
Exporte in die EU schaffen Wertschöpfung und sichern Jobs
Die Exporte in die anderen EU-Staaten sorgen in Deutschland für eine jährliche Wertschöpfung von rund 550 Milliarden Euro, das sind 16 Prozent der gesamten Wertschöpfung. Dabei nimmt die Bedeutung der EU zu, vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch bei 13 Prozent. Allein die Ausfuhren nach Frankreich sind für 2,6 Prozent der deutschen Wertschöpfung verantwortlich. Die Niederlande und Polen sind der zweit- und drittwichtigste Exportmarkt Deutschlands in der EU. Durch die Ausfuhren in die EU-Partner werden in Deutschland 7,2 Millionen Arbeitsplätze gesichert.
Deutschland profitiert von einem dynamischen Wachstum in der EU
Angesichts dieser engen Handelsverflechtung ist ein dynamisches Wachstum in den EU-Staaten für Deutschland von großer Bedeutung. Unterstellt man eine wirtschaftliche Stagnation in allen EU-Staaten, würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland bis 2030 um 23 Milliarden Euro geringer ausfallen als bei einem erwarteten moderaten Wachtsum in der EU. Bei einer Stagnation der US-Wirtschaft wäre der Effekt etwas geringer, bei einer Stagnation Chinas würde das deutsche BIP nur um 15 Milliarden geringer ausfallen.
Der Schengen-Raum hat positive Effekte für die deutsche Wirtschaft
Die Studie unterstreicht die positiven Effekte des freien Waren- und Personenverkehrs im Schengen-Raum. Würden flächendeckend wieder Grenzkonktrollen eingeführt, brächte dies einen gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtsverlust für Deutschand von 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Die längeren Wartezeiten an den Grenzen würden zum einen den Warenhandel verteuern. Außerdem beeinträchtgten sie den grenzüberschreitenden Tourismus ebenso wie die grenzüberschreitende Arbeitskräftemobilität.