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Themen und Services/Energie + Klima/Klima

Letzte Aktualisierung: 25. November 2025

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UN-Klimakonferenz in Belém endet mit Minimalkonsens

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1,5-Grad als übergeordnetes Ziel weiterhin präsent

Im Zentrum der 30. UN-Klimakonferenz (COP30) in Belém, Brasilien, stand erneut, die Staaten auf Kurs zum 1,5-Grad-Ziel zu bringen. Der Ausstieg aus fossilen Energien, die Anpassung an den Klimawandel und die globale Klimafinanzierung blieben zentrale Schwerpunkte. Parallel rückte auch das Thema der Landnutzung stärker in den Vordergrund.

Klimafinanzierung und Baku-to-Belém-Roadmap

Mit Blick auf die Klimafinanzierung stand die Umsetzung der Baku-to-Belém-Roadmap im Fokus, die bis 2035 jährlich rund 1,3 Billionen US-Dollar mobilisieren soll. Zudem wurde der Start der „Tropical Forests Forever Facility“ beschlossen, die den Schutz tropischer Wälder stärken soll. Hierfür wurden Einzahlungen von rund fünf Milliarden US-Dollar angekündigt, davon eine Milliarde aus Deutschland.

Kein Erfolg bei der Abkehr von fossilen Energieträgern

Ein Durchbruch beim Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien blieb aus. Zwar lag ein Vorschlag für einen verbindlichen Fahrplan vor, allerdings setzten sich die stark von fossilen Brennstoffen abhängigen Staaten (u. a. China, Indien, Saudi-Arabien) durch, sodass eine verpflichtende Formulierung im Abschlusstext fehlt.

Abschließende Einigung auf „Belém-Package“ und „Mutirão-Beschluss“

Kurz vor Konferenzende verabschiedeten die Staaten das aus 29 Beschlüssen bestehende „Belém Package“, das unter anderem einen verbesserten Monitoring-Rahmen zur Messung der Anpassungsfortschritte umfasst. Außerdem wurde der Baku-Anpassungsfahrplan für 2026 bis 2028 als Arbeitsgrundlage bis zur nächsten globalen Bestandsaufnahme beschlossen.

Abschließend einigten sich die Teilnehmer auf den sogenannten „Mutirão-Beschluss“. Er sieht vor, dass die in den vergangenen UN-Klimakonferenzen beschlossenen Maßnahmen nun konkret in die Umsetzung gehen sollen. Im Gegenzug soll weniger Fokus auf die Verhandlung neuer Maßnahmen gelegt werden. Mit dem „Global Implementation Accelerator“ und der „Belém-Mission to 1,5“ wurden zudem zwei Instrumente geschaffen, die die Länder bei der Erreichung ihrer Klimaziele unterstützen und internationale Kooperationen fördern sollen.

Ausblick

Die nächste UN-Klimakonferenz findet vom 9. bis 20. November 2026 in der Türkei statt. Die Verhandlungsführung übernimmt Australien.

Die Ergebnisse der diesjährigen COP und deren Auswirkungen für die weitere Ausgestaltung der europäischen und nationalen Klimapolitik, vor allem im Hinblick auf die Umsetzung des 2040-Klimaziels, werden wir im Rahmen des DhZ „Klimapolitik nach Belém“ am 26. Januar 2026 diskutieren.

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