Die 30. UN-Klimakonferenz (COP 30) fand im November 2025 in Belém, Brasilien, statt. Der Austragungsort hatte symbolischen Wert, denn erstmals trug sich eine Weltklimakonferenz auf dem Gebiet des Regenwaldes zu, dessen Zerstörung eine maßgebliche Ursache für den Klimawandel.
Bereits im Vorfeld der Klimakonferenz wurden mit Spannung die neuen Klimabeiträge (NDC) der EU und weiterer Industriestaaten erwartet, denn sie dienen als Indikator für das kommende Ambitionsniveau.
Im Fokus der Weltklimakonferenz stand die internationale Klimafinanzierung. Das auf der COP 29 in Baku beschlossene globale Klimafinanzierungsziel von jährlich 300 Mrd. US-Dollar bis 2035 soll in konkrete Maßnahmen überführt werden. Zudem soll die Baku-to-Belém Roadmap weiter umgesetzt werden, welche die Skalierung der Klimafinanzierung auf 1,3 Billionen US-Dollar jährlich bis 2035 vorsieht. Weitere Themen waren erneut die Abkehr von fossilen Energieträgern, die Anpassung an den Klimawandel und der Schutz der Biodiversität.
Die Weltklimakonfernz war zudem der Anlass für unseren Kongress am 26. Januar 2026. Auf dem Kongress diskutierten wir gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft über die zentralen Ergebnisse der Konferenz in Belém und über notwendige Anpassungen von Maßnahmen und Instrumenten auf europäischer und nationaler Ebene.
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Klimapolitik nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie wirtschaftlich tragfähig ausgestaltet ist und bürokratische Hemmnisse spürbar abgebaut werden.
Vortragende und Podiumsteilnehmer*innen
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Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
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Dr. Felix Christian Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik, Öko-Institut Consult GmbH
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Christian Moser, MdB, Umweltpolitischer Sprecher der CSU, Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
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Sigrid Huber, Director Work Safety & Corporate Environmental Sustainability, MTU Aero Engines AG
Moderation: Dirk Vilsmeier, Wirtschaftsredakteur, Bayerischer Rundfunk