Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt registrieren
Zur Übersicht
Themen und Services/Energie + Klima/Klima

Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2021

Studie

EU-Zielverschärfung 2030 – Konsequenzen für die Wirtschaft

EU-Zielverschärfung 2030 – Konsequenzen für die Wirtschaft
PDF |

Aktuell wird auf EU-Ebene das 2030-Klimaziel im Rahmen des Green Deals massiv verschärft. Während die EU-Kommission und die EU-Staats- und Regierungschefs bis 2030 eine Emissionsminderung um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 anstreben, fordert das EU-Parlament ein noch schärferes Reduktionsziel von minus 60 Prozent.

Zusätzliche Belastungen für die Wirtschaft

Nicht nur im EU-Emissionshandel (EU-ETS) und bei der Lastenteilung drohen deutliche Verschärfungen, sämtliche klima- und energierelevanten Vorgaben sollen nachjustiert und auf das neue 2030-Emissionsminderungsziel ausgerichtet werden. Bereits eine Ambitionssteigerung auf ein Klimaziel von minus 55 Prozent würde auf nationaler Ebene voll durchschlagen. Die deutsche und bayerische Wirtschaft müssen sich auf deutlich höhere Kosten – insbesondere aufgrund steigender CO2-Preise – sowie auf neue Auflagen und striktere Vorgaben einstellen. Diese zusätzlichen Belastungen können die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in erheblichem Ausmaß schwächen.

Zuverlässiger Carbon-Leakage-Schutz erforderlich

Um eine Verlagerung der Emissionen in Länder und Regionen mit einem geringeren Ambitionsniveau beim Klimaschutz zu verhindern, muss deshalb ein wirkungsvoller und zuverlässiger Carbon-Leakage-Schutz gewährleistet werden. Der von der EU-Kommission vorgeschlagene CO2-Grenzausgleichsmechanismus ist hier der falsche Weg – sowohl was die praktische Umsetzbarkeit als auch die Gefahr von Handelskonflikten betrifft. Stattdessen muss das EU-ETS im internationalen Kontext weiterentwickelt werden.

Wirtschaft ist Teil der Lösung beim Klimaschutz

Der Fokus sollte weniger auf neuen Pflichten und Grenzwerten liegen als vielmehr auf wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen: Die Wirtschaft muss als Teil der Lösung und nicht als Gefahr für den Klimaschutz begriffen werden. Für ihren Transformationsprozess benötigt sie ein innovationsfreundliches Umfeld mit niedrigen Strompreisen, ausreichenden Mengen an erneuerbaren Energien und den erforderlichen Infrastrukturen für CO2-neutrale Zukunftstechnologien.