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Letzte Aktualisierung: 01. September 2022

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Energiepreisindex erreicht erneut neues Rekordniveau

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Elias Kerperin
Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
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Der vbw Energiepreisindex nahm den dritten Monat in Folge zu und kletterte um 8,5 Prozent auf 273,7 Punkte. Damit übersteigt er das Allzeithoch vom Juni mit 252,3 Punkten noch einmal deutlich. Gegenüber dem Vorjahresniveau hat sich der Energiepreisindex im Juli mehr als verdoppelt. Wie erwartet war die leichte Abwärtsbewegung im April keine Trendwende. Weitere Anstiege auch über das neue Allzeithoch sind nicht ausgeschlossen, da der Index aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen noch nicht widerspiegelt.

Primärenergie

Der Index für Primärenergie stieg im Juli 2022 um 5,9 Prozent auf 304,8 Punkte und erreichte damit ebenfalls ein weiteres Allzeithoch. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Index im Juli 2022 um fast 120 Prozent höher. Am stärksten stiegen im Bereich der Primärenergie die Einfuhrpreise für Erdgas (+20,5 Prozent) und Steinkohle (+14,4 Prozent). Für beide Rohstoffe stellen die nun erreichten Preise neue Höchststände dar. Preisrücksetzer beziehungsweise lediglich leichte Erhöhungen erfuhren eingeführtes Erdöl (-5,6 Prozent) sowie in Deutschland erzeugte Braunkohle (+0,4 Prozent).

Sekundärenergie

Der Preisindex für Sekundärenergie stieg im Juli 2022 um 12 Prozent im Vergleich zum Juni und landete auf einem Wert von 242,7 Punkten. Damit übertrifft dieser Wert das Allzeithoch aus dem März 2022 mit 217,4 Punkten deutlich. Das Vorjahresniveau wurde um fast 90 Prozent übertroffen. Verantwortlich für diese Entwicklung sind insbesondere die Strompreise. Während die Erzeugerpreise für Strom für Sondervertragskunden um mehr als 25 Prozent stiegen, explodierten die Preise für eingeführten Strom regelrecht. Im Vergleich zum Juni erhöhten sie sich um 41,7 Prozent. Auch die Preise für Fernwärme stiegen (+7 Prozent), wenn auch langsamer als die Strompreise. In die entgegengesetzte Richtung entwickelten sich im Juli die Preise für Flüssiggas und Diesel. Sie sanken um 10,6 Prozent (Flüssiggas) bzw. um 4,5 Prozent (Diesel). Damit liegen sie jedoch weiterhin 34,3 (Flüssiggas) bzw. 42,7 Prozent (Diesel) über den Vorjahreswerten.

Der Strompreisindex, der im Sekundärenergie-Preisindex enthalten ist und der neben dem Einfuhrpreis auch die inländischen Erzeugerpreise enthält, verzeichnete im Juli 2022 einen Anstieg um satte 21,2 Prozent gegenüber Juni auf 276 Punkte. Dieser Wert stellt ebenfalls ein neues Allzeithoch dar und übertrifft den bisherigen Höchststand um über 20 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Index nun mehr als doppelt so hoch (+105 Prozent).

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vbw Energiepreisindex, Juli 2022

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Erläuterungen zum vbw Energiepreisindex

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