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Letzte Aktualisierung: 20. Oktober 2021

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Preisanstieg wird fortgesetzt: Preise für Erdgas treiben den Index hoch

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 Johannes Schmid
Johannes Schmid
Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
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Der vbw Energiepreisindex setzte auch im August 2021, getrieben durch stark gestiegene Preise für Primärenergie, seinen kontinuierlichen Anstieg fort. Im Vergleich zum Juli 2021 legte der Index um 2,8 Prozent zu. Das Vorjahresniveau wurde um 53,0 Prozent überschritten.

Zu beachten ist bei allen Vergleichen mit dem Vorjahresmonat, dass im Jahr 2020 die Corona-Krise die Energiepreise deutlich hat sinken lassen.

Primärenergie

Der Indikator für Primärenergie stieg im August 2021 um 4,2 Prozent gegenüber Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag er 89,5 Prozent höher. Die Einfuhrpreise für Steinkohle und Erdgas waren dabei die entscheidenden Treiber. Die Preise für Erdgas erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat um 18,1 Prozent und erreichten damit ein Preisniveau, welches seit 2012 nicht mehr beobachtet werden konnte. Auch die Einfuhrpreise für Steinkohle, welche im August 2021 um 17,6 Prozent anstiegen, sorgten für eine Erhöhung des Energiepreisindex. Die Preise für Erdöl sanken nach monatelangem Anstieg wieder leicht um 3,0 Prozent ab, verweilen aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Sekundärenergie

Der Sekundärenergie-Preisindex notierte im August um 1,3 Prozent über dem Vormonatsniveau und erreichte den dritten Monat in Folge ein neues Allzeithoch mit 129,5 Punkten. Das Vorjahresniveau wurde mit 26,0 Prozent klar überschritten. Der Anstieg war vor allem zurückzuführen auf die Erhöhung der Einfuhrpreise für Flüssiggas um 6,0 Prozent gegenüber Juli. Auch die Strompreise stiegen um 1,7 Prozent an. Die Preise für leichtes Heizöl und Diesel sanken leicht um 2,3 bzw. 0,2 Prozent ab. Die Erzeugerpreise für Fernwärme stiegen um 0,3 Prozent an.

Der Strompreisindex, der im Sekundärenergie-Preisindex enthalten ist und der neben dem Einfuhrpreis auch die inländischen Erzeugerpreise enthält, stieg im August um 2,2 Prozent gegenüber Juli. Er lag damit 21,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

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vbw Energiepreisindex, August 2021

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