Der vbw Energiepreisindex ist im Dezember, nach einem leichten Anstieg im Vormonat, wieder gesunken. Der Index ging um 3,1 Prozent gegenüber November auf 106,8 Punkte zurück. Das Niveau des Vorjahres wurde um 13,5 Prozent unterschritten. Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 – dem letzten Vorkrisenjahr – lagen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft hingegen um fast 28 Prozent höher.
Der Teilindex für Primärenergie notierte im Dezember 2025 bei 93,9 Punkten. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 3,4 Prozent, das Vorjahresniveau wurde um ganze 22 Prozent unterschritten. Besonders deutlich gingen im Vormonatsvergleich die Einfuhrpreise für Erdgas mit -5,0 Prozent zurück, die Erzeugerpreise sanken lediglich um 0,8 Prozent. Auch Braunkohle verbilligte sich spürbar um 4,5 Prozent, der Preis für Steinkohle gab um 1,3 Prozent nach. Die Einfuhrpreise für Erdöl sanken um 3,0 Prozent gegenüber November, die Erzeugerpreise gingen um 1,6 Prozent zurück.
Der Teilindex für Sekundärenergie ging im Dezember 2025 um 2,9 Prozent gegenüber November auf 119,7 Punkte zurück. Das Niveau von Dezember 2024 wurde damit um 5,4 Prozent unterschritten. Besonders deutlich verbilligte sich leichtes Heizöl mit -11,1 Prozent gegenüber November. Der Preis für Diesel sank um 3,8 Prozent. Der Preis für Fernwärme blieb im Vormonatsvergleich unverändert, Flüssiggas verteuerte sich leicht um 0,2 Prozent.
Im Jahresdurchschnitt 2025 lag der vbw Energiepreisindex bei 113,6 Punkten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies ein Minus von 7,4 Prozent. Verglichen mit dem Niveau von 2018/2019 – also der Zeit vor der Pandemie und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine – lag der vbw Energiepreisindex im Jahr 2025 aber nach wie vor um 33 Prozent höher.