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Themen und Services/Energie + Klima/Energie

Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2022

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Zwischenergebnisse der Studie „Bayernplan Energie“ vorgestellt

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Am 19. Mai 2022 wurden vorläufige Zwischenergebnisse der Studie „Bayernplan Energie – Klimaneutralität bis 2040“ präsentiert. Sie wird von der FfE – Forschungsstelle für Energiewirtschaft erstellt. Auftraggeber ist der VBEW – Verband der bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft. Die vbw ist mit der Prognos AG als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt.

Mit der Studie soll eine energiewirtschaftliche Grundlage erarbeitet werden, um das bayerische Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 zu erreichen. Die Studie orientiert sich dabei an den tatsächlichen Bedarfen und soll eine belastbare Blaupause für ein zukunftsfähiges Bayern darstellen. Der Freistaat soll als Industriestandort erhalten bleiben. Die vollständigen Ergebnisse werden für Ende des Jahres erwartet.

Energieverbrauch sinkt – Stromverbrauch steigt

Die Zwischenergebnisse zeigen, dass der Endenergieverbrauch für Bayern bis 2040 über alle Sektoren um über 40 Prozent sinken wird. Grund sind vor allem Effizienzgewinne durch die direkte Elektrifizierung (z. B. E-Mobilität, Wärmepumpen, elektrische Industrieöfen). Das bedeutet aber auch, dass der Stromverbrauch um 66 Prozent steigen wird. Deswegen ist deutlich mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze nötig.

Der größte Anteil am bayerischen Endenergieverbrauch hat der Gebäudesektor mit aktuell 46 Prozent. Dieses Übergewicht bleibt auch im Laufe der Transformation bis zur Erreichung von Klimaneutralität 2040 bestehen. Die Reduktion des Energieverbrauchs wird im Gebäudesektor vor allem durch Sanierungs- und Elektrifizierungsmaßnahmen getrieben.

Industrie braucht Strom, Wasserstoff und Biomasse

Der Industriesektor in Bayern hat – laut vorläufigem Zwischenergebnis der Studie – heute einen Endenergieverbrauch von 89 TWh (22 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs). Er wird bis 2040 auf 65 TWh absinken. Das entspricht einer Reduktion um 27 Prozent. Die Treiber der Industrietransformation sind Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, die Elektrifizierung und der Energieträgerwechsel zu Wasserstoff und Biomasse.

Durch den steigenden Bedarf an CO2-armen Grundstoffen wie grünem Wasserstoff und Methanol werden für deren Produktion zusätzlich enorme Mengen erneuerbaren Stroms benötigt. Die Produktion dieser Grundstoffe wird jedoch größtenteils im Ausland stattfinden. Bayern bleibt auch bei Erreichen von Klimaneutralität Energieimportland.

Die vorläufigen Zwischenergebnisse der Studie „Bayernplan Energie“ können Sie hier (PDF) herunterladen.