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Themen und Services/Energie + Klima/Energie

Letzte Aktualisierung: 22. Dezember 2022

Studie

Monitoring der deutschen Gasbilanz

 Christine Völzow
Christine Völzow
Geschäftsführerin, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik
Telefon +49 (0)89-551 78-251 +mobil+ +49 (0)151-649 573 38
Monitoring der deutschen Gasbilanz
PDF | 1,2 MB

In unserer Ende Juni 2022 veröffentlichten Studie Folgen einer Lieferunterbrechung von russischem Gas für die deutsche Industrie haben wir ein Szenario untersucht, in dem ab Anfang Juli gar kein Erdgas mehr aus Russland importiert wird. Die daraus resultierenden erheblichen Engpässe in der Industrie hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu massiven Wertschöpfungsverlusten geführt.

Update der Gasbilanz

Mittlerweile fließt kein russisches Erdgas mehr über Pipelines nach Deutschland, aber gleichzeitig wurden die Anstrengungen zu Erschließung alternativer Bezugsquellen, Substitution und Einsparung intensiv fortgesetzt. Diese Entwicklungen der letzten Monate sind in unser aktuelles Monitoring der Gasbilanz eingeflossen, um ein aktuelles Bild zu zeichnen.

Zwischenstand im Dezember: Entscheidend wird sein, wie stark die Gasnachfrage reduziert werden kann

Es zeigt sich, dass deutliche Verbrauchsreduktionen sowohl von Industrie- und Gewerbebetrieben als auch von privaten Haushalten erzielt wurden. Die Gefahr einer erheblichen Unterversorgung ist deutlich geringer geworden. Auch die Fertigstellung des ersten LNG-Terminals in Wilhelmshaven in Rekordgeschwindigkeit ist ein gutes Zeichen – mit Vorbildcharakter für den Ausbau der gesamten Energieinfrastruktur.

Entwarnung ist in keinem Fall angezeigt, da die Einsparerfolge zuletzt wieder geringer ausgefallen sind und Risiken durch mangelnde LNG-Verfügbarkeit weiterhin bestehen. Auch droht eine ökonomische Gaslücke durch zu hohe Erdgaspreise. Die Gas- und auch die Strompreisbremse müssen dringend nachgebessert werden, die Härtefallregelungen müssen schnell kommen.

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