Die Bedeutung des digitalen Lehrens und Lernens an Universitäten und Hochschulen in Bayern hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die vbw Studie zeigt den Stand der digitalen Bildung an den bayerischen Hochschulen auf und untersucht die Veränderungen seit den letzten Studien 2018 und 2022. Ein Schwerpunkt der neuen vbw Studie ist die Künstliche Intelligenz an den Hochschulen.
Konzeption und Zielrichtung der Studie
Am 20. März 2026 hat die vbw eine neue Studie zur digitalen Bildung an bayerischen Hochschulen veröffentlicht. Die Studie wurde von der Ludwig-Maximilians-Universität München (Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie) und der Universität Augsburg (Lehrstuhl für Learning Analytics and Educational Data Mining) als Folgestudie zu Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen (2018) und Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen während der Corona-Pandemie (2022) im Auftrag der vbw erstellt. Sie zeigt auf, welche Entwicklungen und Veränderungen sich gegenüber 2018 und 2022 ergeben haben, benennt die für eine zukunftsweisende digitale Bildung entscheidenden Handlungsfelder und spricht konkrete Handlungsempfehlungen aus. Somit liefert diese bundesweit einmalige Studienreihe eine wichtige Planungs- und Steuerungsgrundlage für weitere hochschulpolitische Entscheidungen in Bayern.
Handlungsempfehlungen
Die Qualität der digitalen Bildung muss weiter verbessert, Weiterbildungsangebote für Dozierende in den Bereichen Einsatz digitaler Medien und KI-Kompetenzen ausgebaut und KI in der Lehre erprobt werden, um Potenziale für die Hochschullehre noch besser zu nutzen. Auf Basis der Studienergebnisse werden sechs Handlungsempfehlungen abgeleitet. Darunter:
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Digitale Infrastruktur für optimale, inklusive Bildung: Die Hochschulen verfügen heute über eine solide digitale Infrastruktur und technische Ausstattung – jetzt kommt es darauf an, allen Studierenden volle digitale Teilhabe daran zu gewährleisten und sie für das KI-Zeitalter fit zu machen.
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Hochschullehre in der digitalen Welt zwischen „Old School“ und „New Normal“: Die Dozierenden stehen vor der Herausforderung, digitale Medien und KI sinnvoll in ihre Lehre einzubeziehen – die Hochschulen sollten sie darin unterstützen und geeignete Rahmenbedingungen für innovative, aktivierende und kompetenzorientierte Lehre schaffen.
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Eine digitale Hochschullehre für akademisches Wissen und Praxiskompetenz: Die aktuellen digitalen Medien unterstützen nicht nur den Erwerb von akademischem Wissen, sondern ermöglichen den Erwerb anwendungsbezogener Kompetenzen – die Hochschulen sollten diese Möglichkeiten nutzen und auch ihre Lehr- und Prüfungskultur entsprechend weiterentwickeln.