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Themen und Services/Bildung/Ausbildung

Letzte Aktualisierung: 26. März 2026

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Ausbildungssituation in der bayerischen M+E Industrie

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 Julia Müller
Julia Müller
Abteilung Bildung, Arbeitsmarkt, Fachkräftesicherung und Integration
Telefon +49 (0) 89-551 78-322 Mobil +49 (0) 151-675 50 123

Am 26. März 2026 hat bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Ergebnisse der aktuellen Ausbildungsumfrage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie vorgestellt.

Ausbildungsentwicklung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie

2025 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 10,9 Prozent auf 13.398 Verträge gesunken. Die bayme vbm Umfrage ergab eine Prognose für das Ausbildungsjahr 2026 mit ca. 12.325 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (-8,0 Prozent). Die wirtschaftliche Lage und der Mangel an (geeigneten) Bewerber*innen machen sich erheblich auf dem M+E Ausbildungsmarkt bemerkbar. Jedoch haben die Jugendlichen nach wie vor gute Chancen in der bayerischen M+E Industrie auf einen Ausbildungsplatz.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erläutert die Umfrageergebnisse: „Das hohe Niveau aus den Vorjahren konnte 2025 nicht gehalten werden. Trotz der zurückgehenden abgeschlossenen Ausbildungsverträge haben Jugendliche im Freistaat aber weiter gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. So stehen jeder Bewerberin und jedem Bewerber in Bayern branchenübergreifend momentan etwa 1,5 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Die Lage bleibt jedoch angespannt. Die Unsicherheiten durch den Iran-Konflikt und die US-Zollpolitik dämpfen die Stimmung erneut. Wäre die wirtschaftliche Lage besser, würden die Unternehmen insbesondere im M+E Bereich mehr ausbilden. So geben derzeit 39 Prozent der Unternehmen an, dass sich die Standortprobleme auf die Ausbildungssituation auswirken. Dieser Wert hat sich seit dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung jetzt endlich für mehr Planungssicherheit sorgt. Wir brauchen einen Wirtschaftsumschwung mit echten Reformen. Gelingt dies, könnten auch die Ausbildungszahlen wieder steigen.“

Die Umfrage zeigt, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie noch höher sein könnte. Die Gründe für nicht noch mehr Ausbildungsplätze beziehungsweise für einen Rückgang abgeschlossener M+E Ausbildungsverträge in einzelnen Unternehmen sind vor allem fehlende geeignete Bewerber*innen (49,4 Prozent) beziehungsweise zu wenig Bewerber*innen (48,1 Prozent) und die wirtschaftliche Lage (39,0 Prozent).

Ausbildungsvergütung in der bayerischen M+E Industrie

Die tarifliche Ausbildungsvergütung ist in der M+E Industrie sehr attraktiv. Seit 01. Januar 2025, und damit als direkte Folge der letzten Tarifrunde, beträgt das Azubigehalt über alle Lehrjahre durchschnittlich 1.347 Euro und ab 01. April 2026 durchschnittlich 1.389 Euro (bei einer Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren).

Übernahmesituation

Die Übernahmesituation ist weiterhin gut: 2025 wurden 89,2 Prozent der M+E Azubis befristet oder unbefristet übernommen. Für 2026 planen die Unternehmen, 92,6 Prozent ihrer Azubis befristet oder unbefristet zu übernehmen.

Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Ausbildung

71,2 Prozent der Auszubildenden lernen in Betrieben, die bereits KI in der Ausbildung einsetzen. Am häufigsten kommt KI zur Lernunterstützung (75,4 Prozent), zur Förderung digitaler Kompetenzen (56,5 Prozent), zur Organisation der Ausbildung (42,0 Prozent) und als Ausbildungsinhalt (26,1 Prozent) zum Einsatz. 15,9 Prozent nutzen KI im Recruiting und 14,5 Prozent in der Produktion.

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