Die Soziale Marktwirtschaft steht nicht nur für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch für den jahrzehntelangen wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes. Doch Deutschland befindet sich schon seit längerem nicht mehr in der Erfolgsspur. Wir erleben gerade die längste Stagnationsphase in der Geschichte der Bundesrepublik.
Die Bedeutung der Sozialen Marktwirtschaft ist unverändert
Schon die Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft haben betont, dass es sich um kein statisches Konzept handelt, sondern dass die Ordnungspolitik an wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Veränderungen angepasst werden muss. Fundamental bleiben aber die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Im Zentrum steht der Marktmechanismus mit einem funktionierenden Preissystem bei möglichst intensivem Wettbewerb. Begleitet wird dies durch staatliche Maßnahmen, die soziale Sicherheit und Teihabe ermöglichen. Diese Maßnahmen müssen jedoch möglichst marktkonform ausgestaltet sein.
Nicht alle Ziele der Sozialen Marktwirtschaft werden noch erreicht
Die Studie untersucht an Hand zahlreicher Indikatoren, inwieweit in Deutschland die Ziele unserer Wirtschaftsordnung noch erreicht werden:
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Wohlstand
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Teilhabe durch Wettbewerb und Chancengerechtigkeit
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Freiheit und Eigenverantwortung
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Zukunftsfähigkeit
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Resilienz und Widerstandsfähigkeit
Bei einigen der Indikatoren liegt Deutschland nach wie vor auf hohem Niveau, allerdings weisen viele Kennzahlen eine rückläufige Tendez auf. Insbesondere das Wirtschaftswachstum ist in Deutschland schwach, gleichzeitig ist die Staatsquote überdurchschnittlich hoch.
Reformen an den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft ausrichten
Um unsere Wirtschaftsordnung zukunftsfest zu machen und ihre Ziele künftig wieder besser zu erreichen, sind grundlegende Reformen notwendig. Diese müssen sich an den Kernprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft orientieren. Im Vordergrund stehen dabei Wettbewerb und wirtschaftliche Freiheit. Konkret nennt die Studie zehn Ansatzpunkte für eine strukturelle Reformagenda.