Bayern ist alles andere als ein unbedeutender Wirtschaftspartner der USA. Die bayerischen Unternehmen sorgen für ein hohes Maß an Wertschöpfung und Beschäftigung in den Vereinigten Staaten.
USA sind außerhalb der Europäischen Union Investitionsziel Nummer eins
Bayerische Unternehmen hielten in den USA 2024 Direktinvestitionsbestände von 98,4 Milliarden Euro, damit sind die USA im Ranking der wichtigsten Investitionsziele Bayerns erstmals hinter die Europäische Union zurückgefallen. Im Jahresvergleich wird deutlich: Während die Investitionen in der EU seit 2021 stark zunahmen, stagnierten die Investitionsbestände in den USA. Insgesamt haben bayerische Unternehmen in 960 Unternehmen in den USA investiert; 775 davon stehen unter bayerischer Kontrolle.
Bayerische Unternehmen generieren über 150 Milliarden Euro an Wertschöpfung in den USA
In den bayerisch kontrollierten Unternehmen – das sind Unternehmen, in denen der Kapital- bzw. Stimmrechteanteil bayerischer Investoren mindestens 50 Prozent beträgt – wird eine Wertschöpfung von 69,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Hinzu kommt ein indirekter Wertschöpfungseffekt durch den Vorleistungskauf der bayerischen Betriebe bei anderen Unternehmen sowie ein induzierter Effekt durch die Konsumausgaben der Beschäftigten der bayerischen Betriebe. Insgesamt sorgen die bayerisch kontrollierten Unternehmen somit für Wertschöpfung in Höhe von 153,3 Milliarden Euro. Das sind 0,59 Prozent der gesamten US-Wertschöpfung und etwa so viel wie die Wertschöpfung des US-Bundesstaats Mississippi.
Über 600.000 Arbeitsplätze in den USA werden durch bayerische Unternehmen
Der ökonomische Impact der bayerischen Wirtschaft umfasst nicht nur Wertschöpfung, sondern auch Arbeitsplätze. In den bayerisch kontrollierten Unternehmen sind 180.000 Arbeitnehmer*innen beschäftigt. Durch die indirekten und induzierten Effekte werden weitere 437.000 Arbeitsplätze gesichert – insgesamt also 617.000 Jobs. Das sind 0,38 Prozent der Gesamtbeschäftigung der USA und mehr als die Beschäftigtenzahl des Bundesstaats North Dakota.
Die USA profitieren vom bilateralen Handel
Der Handel zwischen Bayern und den USA erreichte 2025 ein Volumen von 49,0 Milliarden Euro, wobei Bayern einen Handelsüberschuss von 17,2 Milliarden Euro erzielte. Die USA beziehen vor allem spezialisierte Industrie- und Investitionsgüter aus dem Freistaat. Bayerische Lieferungen gehen als Konsum- und Investitionsgüter und als Vorleistungen in die US-amerikanische Wirtschaft ein. Insgesamt steckten 2025 in der US-Wirtschaft 30,7 Milliarden Euro bayerische Wertschöpfung – im privaten Konsum, in Bruttoanlageinvestitionen und in der Industrie. Zusätzlich profitieren die Vereinigten Staaten von Bayern als Absatzmarkt: Die bayerische Nachfrage sichert Produktion, Beschäftigung und Wertschöpfung in den USA. 2025 sorgten Exporte nach Bayern für eine Bruttowertschöpfung von 18,3 Milliarden Euro; zusätzlich sicherten sie fast 80.000 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten.