Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 06. Mai 2021

Studie

Verschiebungen in der Weltwirtschaft – Gefahr für die ökonomische Dominanz des Westens

 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
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Verschiebungen in der Weltwirtschaft – Gefahr für die ökonomische Dominanz des Westens
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Die Studie untersucht sowohl die ökonomischen als auch die politischen Veränderungen in der Weltwirtschaft und leitet die Folgen für die deutsche und bayerische Wirtschaft ab.

Wirtschaftliche Verschiebungen

Die Analyse der erwarteten Entwickung von Konsum, Investitionen und Infrastruktur in den verschiedenen Weltregionen zeigt, dass der „Westen“ (Nordamerika plus West- und Mitteleuropa) mittelfristig an ökonomischer Bedeutung verliert. Er bleibt aber, nicht zuletzt auf Grund des hohen Ausgangsniveaus ein bedeutender Absatzmarkt.

Ein besonders großes Wachstumspotenzial besteht in der Region Ostasien und Pazifik sowie etwas eingeschränkt auch in Südasien.Speziell im Fahrzeugbau sowie in der Medizintechnik haben deutsche und bayerische Unternehmen bereits eine starke Marktposition in diesen Wachstumsmärkten. In anderen Segmenten beteht noch Potenzial, hier dominiert vor allem China als Lieferant.

Politische Verschiebungen

Die Verschiebung der ökonomischen Kräfteverhältnisse wird auch die (wirtschafts-)politischen Kräfteverhältnisse verändern. Die derzeitige Welthandelsordnung wurde im Wesentlichen vom „Westen“ geprägt, also genau den Regionen, die ökonomisch an Bedeutung verlieren werden. Zusammen mit der schon länger bestehenden Globalisierungs-Skepsis und dem zunehmenden Protektionismus besteht die realistische Gefahr einer De-Globalisierung. Dies würde Deutschland und Bayern als stark internationalisierte Volkswirtschaften erheblich negativ treffen.

Als Hypothese wird in der Studie eine Blockbildung unterstellt: China und der asiatisch-pazifische Raum sowie Afrika auf der einen Seite, Amerika, UK, Australien und Neuseeland auf der anderen Seite. Da Deutschland und Europa mit sämtlichen Weltregionen verflochten ist, hätte es große negative ökonomische Folgen, sich einem der Blöcke anzuschließen. Angesichts seiner Bedeutung als Wirtschaftsraum kann Europa selbstbewusst genug sein, eine eigenständige und damit stabilisierende Rolle in der Weltwirtschaft zu spielen.