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Letzte Aktualisierung: 20. März 2026

Pressemitteilung

Digitale Infrastruktur an Hochschulen gut wie nie – deutliche Potenziale bei Nutzung von KI / Brossardt: „Hochschulen brauchen für zukunftsorientierte Lehre aber noch mehr Unterstützung“

Studierende und Lehrkräfte bewerten die digitale Infrastruktur und die technische Ausstattung an bayerischen Hochschulen so gut wie noch nie. Die Hochschullehre bewegt sich in der digitalen Welt zwischen ‚Old School‘ und ‚New Normal‘. Bei der Ausstattung mit KI äußert sich nur ein kleiner Teil der Befragten zufrieden, 33 Prozent der befragten Dozentinnen und Dozenten halten die Verfügbarkeit von KI für digitales Lernen und Lehren an Hochschulen für ausreichend. Das geht aus der aktuellen Studie „Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen zwischen Konsolidierung und Künstlicher Intelligenz“ hervor, die vom Lehrstuhl für empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München und dem Lehrstuhl für Learning Analytics and Educational Data Mining der Universität Augsburg im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstellt und heute im Rahmen eines Kongresses vorgestellt wurde.

Im Rahmen der Veranstaltung betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Digitalisierung an den Hochschulen im Freistaat ist in den vergangenen Jahren spürbar vorangekommen und digitale Medien sind inzwischen selbstverständlicher Bestandteil der Lehre. Doch auch wenn die digitale Infrastruktur nun in der Breite vorhanden ist, verfügt ein kleiner Teil der Studierenden noch nicht über die ausreichende technische Ausstattung, um diese zu nutzen. Hier müssen wirklich alle mitgenommen werden. Auch bei der Qualität der digitalen Lehr- und Lernformate sehen wir noch Luft nach oben. Diese Formate kommen zwar zum Einsatz, orientieren sich aber weiterhin häufig noch zu stark an traditionellen Herangehensweisen. Für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes ist es unerlässlich, dass wir auch bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen jeden Tag besser werden. Mit qualitativ hochwertigen digitalen Bildungsangeboten für unseren Nachwuchs legen wir dafür an unseren bayerischen Hochschulen und Universitäten den Grundstein.“

Ungenutzte Potenziale offenbaren die Ergebnisse der Studie insbesondere auch bei der Nutzung von KI. Brossardt führt aus: „KI kommt zwar zum Einsatz, aber noch viel zu zurückhaltend. Dozentinnen und Dozenten sowie Studierende erkennen und verwenden KI als Arbeitsmittel und zur Vor- oder Nachbereitung von Lehrveranstaltungen. Wenn es um den konkreten Einsatz geht, wie zum Beispiel für Simulationen oder KI-basierte tutorielle Systeme, sind die Hochschulen noch zu zögerlich in der Umsetzung. Wir können den Lehrkräften die Skepsis nehmen, indem wir ihnen passgenaue Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung stellen. Die Ressourcen an den Hochschulen sind da – wir müssen den Lehrkörper jetzt dabei noch gezielter und kontinuierlicher unterstützen, diese neuen digitalen und KI gestützten Optionen gewinnbringend für die Lehre zu nutzen. Gleichzeitig müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, damit KI in der Lehre erprobt werden kann.“

Hier der Link zur Studie

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