Letzte Aktualisierung: 06. Dezember 2019

Deutschland hat Zukunft

Rückblick – Zukunft der sozialen Sicherung

Die umlagefinanzierten Systeme der Sozialversicherung geraten durch den demographischen Wandel unter Druck, denn einer wachsenden Zahl an Leistungsempfängern stehen immer weniger Beitragszahler gegenüber. Die vbw hat daher im Rahmen eines Deutschland hat Zukunft Kongresses diskutiert, welche Reformmaßnahmen nötig sind, um die Renten-, Kranken- sowie Pflegeversicherung künftig so auszugestalten, dass ein verlässliches Versorgungsniveau garantiert werden kann und gleichzeitig eine generationengerechte Finanzierung sichergestellt ist.

Soziale Sicherung stärken – Wettbewerbsfähigkeit im Blick behalten

In seinem Begrüßungsstatement wies Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, zunächst darauf hin, dass soziale Sicherung uns alle in mehrfacher Hinsicht betrifft. Zum einen als Beitrags- und Steuerzahler, die das Sozialsystem finanzieren, zum anderen aber auch als Leistungsempfänger im Alter, bei Krankheit oder in einer sozialen Notlage. Für das Vertrauen in unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ist es von großer Bedeutung, dass die soziale Sicherung als funktionierend eingeschätzt wird. Gleichzeit darf aber nicht vergessen werden, dass der wirtschaftliche Erfolg die Voraussetzung für Umverteilung und sozialen Ausgleich ist. Dafür brauchen wir erfolgreiche Unternehmen, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten können. Eine Sozialpolitik, die zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit geht, ist daher abzulehnen.

Aus der Perspektive der Wirtschaft ist es unerlässlich, den Gesamtbeitragssatz zur Sozialversicherung dauerhaft bei unter 40 Prozent zu stabilisieren und den Anstieg der Steuerzuschüsse in die soziale Sicherung einzudämmen.

Reformbedarf für eine zukunftsfeste soziale Sicherung

Die konkreten Stellschrauben, um in den Bereichen Rente, Gesundheit und Pflege auf die Herausforderungen der Demografie zu reagieren, analysierte Dr. Jochen Pimpertz, Leiter Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung beim IW Köln. Mit Blick auf die Altersvorsorge appellierte er für eine Anhebung der Regelaltersgrenze und eine Stärkung der eigenverantwortlichen Vorsorge – auch um die Lasten der demografischen Entwicklung fair zwischen den Generationen aufzuteilen. Bei der Gesundheitsvorsorge gilt es die Ausgabenentwicklung stärker in den Blick zu nehmen. Ein Weg hierzu besteht in einer Stärkung des Wettbewerbs bei der Leistungserbringung. Für den Bereich der Pflegeversicherung mahnte er ausdrücklich davor, jetzt den Weg in eine umlagenfinanzierte Vollversicherung einzuschlagen, sondern sprach sich für ein Zwei-Säulen-Modell zur Finanzierung aus, dass kapitalgedeckte Elemente enthält.

Diskussion: Zukunft der sozialen Sicherung

In der abschließenden Diskussionsrunde unter der Moderation von Dr. Marc Beise, Leiter Wirtschaftsredaktion, Süddeutsche Zeitung wurde der Kreis der Referenten um Vertreter aus den Reihen der Politik ergänzt. Für die CSU diskutierte Stephan Stracke, MdB, Obmanns der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales, für die SPD Karl-Heinz Brunner, MdP, für die Bündnis 90 / Die Grünen Dieter Janecek, MdB und für die FDP Martin Hagen, MdL, Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im bayerischen Landtag mit. Schwerpunkt der Diskussion bildeten die Themen Rente und Altersvorsorge.

Rückblick

Rückblick – Zukunft der sozialen Sicherung
am 06.12.2019 in München

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Präsentation Reformbedarf soziale Sicherung

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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

+49 (0)89-551 78-214
Beate Neubauer

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