Weiter schwache Produktionsentwicklung
Die konjunkturelle Lage in der bayerischen M+E Industrie bleibt äußerst angespannt. Die Produktion bleibt im Trend abwärts gerichtet. Eine Erholung nach dem deutlichen Rückgang im ersten Quartal um 2,7 Prozent blieb aus. Das Produktionsniveau des letzten wirklichen "Boomjahres" 2018 wird inzwischen um mehr als 15 Prozent unterschritten.
Großaufträge aus dem Defense-Sektor stützen Auftragseingang
Die Auftragseingänge in der bayerischen M+E Industrie sind zuletzt gestiegen, was aber fast ausschließlich auf inländische Großaufträge im Juni zurückzuführen ist, die im Wesentlichen dem Defense-Sektor zuzuordnen sind. So stiegen die Inlandsaufträge im Juni um 33,2 Prozent, wodurch sich im Quartalsdurchschnitt ein Plus von 9,7 Prozent ergibt. Die Auftragseingänge aus dem Ausland gingen im zweiten Quartal hingegen leicht um 0,3 Prozent zurück
Beschäftigungsrückgang setzt sich fort
Im zweiten Quartal 2026 sank die Zahl der Beschäftigten um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Verlauf der ersten sechs Monate gingen fast 11.000 Arbeitsplätze verloren. Zum Zeitpunkt Juni 2026 hatten die M+E Unternehmen in Bayern noch knapp 836.000 Beschäftigte. Seit dem letzten Höchststand Anfang 2024 gingen über 35.000 Stellen verloren. Der Beschäftigungsrückgang wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Die Beschäftigungspläne der bayerischen M+E Unternehmen sind klar im negativen Bereich. Laut ifo-Konjunkturtest lag der entsprechende Saldo zuletzt bei -22,4 Prozentpunkten.
Detaillierte Informationen über die wirtschaftliche Lage der bayerischen M+E Industrie finden Sie in der aktuellen Ausgabe des M+E Konjunkturreports.