Der vbw Energiepreisindex ist im Februar 2026 minimal zurückgegangen. Gegenüber Januar 2026 sank er um 0,2 Prozent. Das Niveau des Vorjahres wurde dank eines deutlichen Rückgangs im Frühjahr 2025 um 14,3 Prozent unterschritten. Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 – dem letzten Vorkrisenjahr – lagen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft hingegen um fast 30 Prozent höher.
Entgegen dem allgemeinen Trend ist der Teilindex für Primärenergie im Februar erneut angestiegen auf 98,2 Punkte. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index damit um 1,2 Prozent. Das Vorjahresniveau wurde dennoch um 21,1 Prozent unterschritten. Verantwortlich für den Anstieg des Teilindex gegenüber dem Vormonat war Erdöl. Während die Importpreise um 3,4 Prozent stiegen, verteuerte sich hierzulande gefördertes Erdöl sogar um 6,7 Prozent. Die Erzeugerpreise für Braunkohle (-8,3 Prozent) sowie die Einfuhrpreise für Steinkohle (-2,7 Prozent) und Erdgas (-2,3 Prozent) gingen hingegen teils merklich zurück.
Der Teilindex für Sekundärenergie ging im Februar um 1,3 Prozent auf 118,3 Punkte zurück. Das Vorjahresniveau wurde um 7,7 Prozent unterschritten. Während sich leichtes Heizöl und Diesel um 1,9 bzw. 1,1 Prozent gegenüber Januar verteuerten, gingen die Preise für Flüssiggas (-0,1 Prozent) und Fernwärme (-0,2 Prozent) leicht und die Preise für importierten Strom (-11,8 Prozent) deutlich zurück.
Der Strompreisindex, der im Index für Sekundärenergie enthalten ist, lag im Februar 2026 bei 106,4 Punkten. Das waren 3,0 Prozent weniger als im Januar und 11,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Neben den stark gesunkenen Einfuhrpreise gingen auch die Erzeugerpreise für Strom je nach Kundegruppe 0,9 oder 3,9 Prozent zurück.