Der vbw Energiepreisindex ist im November, nach einem Rückgang im Vormonat, wieder angestiegen. Gegenüber Oktober lag der Index um 2,0 Prozent höher bei 110,2 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 lag der Index damit dennoch um 10,4 Prozent niedriger. Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 – dem letzten Jahr vor der Coronapandemie – lagen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft hingegen um 31,8 Prozent höher.
Der Teilindex für Primärenergie notierte im November 2025 bei 97,2 Punkten. Im Vergleich zum Vormonat Oktober stieg der Index um 1,0 Prozent an. Im Vergleich zum Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 lag der Index um über ein Fünftel (+21,6 Prozent) höher. Verantwortlich für das Plus im November gegenüber dem Vormonat Oktober waren höhere Einfuhrpreise für Erdgas (+3,6 Prozent) und Steinkohle (+2,8 Prozent). Trotz des Anstiegs gegenüber dem Vormonat, lagen die Erzeugerpreise für Steinkohle (-20,9 Prozent) und Erdgas (-15,6 Prozent) deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Einzig die inländischen Erzeugerpreise für Braunkohle überstiegen das Niveau des Novembers 2024 (+10,4 Prozent). Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 verharren insbesondere die Preise für Erdgas bei Abgabe an die Industrie (+109,0 Prozent) weiter auf hohem Niveau.
Der Teilindex für Sekundärenergie stieg im November überdurchschnittlich stark an. Gegenüber Oktober lag er um 2,9 Prozent höher bei 123,3 Punkten. Im Vergleich zum Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 lag er sogar um 40,5 Prozent höher. Verantwortlich für den Anstieg im Vormonatsvergleich waren vor allem höhere Erzeugerpreise für die auf Erdöl basierenden Primärenergieträger Leichtes Heizöl (+10,1 Prozent), Diesel (+4,0 Prozent) und Flüssiggas (+3,5 Prozent). Die Erzeugerpreise für Fernwärme (+0,1 Prozent) veränderten sich gegenüber Oktober hingegen nur geringfügig.
Der Strompreisindex, der im Index für Sekundärenergie enthalten ist und der neben dem Einfuhrpreis auch die inländischen Erzeugerpreise enthält, stieg im November 2025 um 1,4 Prozent gegenüber Oktober auf 114,4 Punkte. Im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 2019 lag der Preisindex damit um 37,4 Prozent höher.