Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2026 diskutierten am 19. Februar 2026 Vertreter*innen der Wirtschaft und Politik über die Anforderungen und konkreten Ansätze zur Verbesserung der örtlichen Standortbedingungen in Neu-Ulm.
Wirtschaftsförderung als wichtiger Faktor
Zu den zentralen Themen des Abends gehörten Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und die Rolle der Wirtschafsförderung in der Region. Dabei waren sich alle Diskussionsteilnehmer*innen einig, dass Möglichkeiten geschaffen werden müssen, wirtschaftliche Belange zügig und effizient umzusetzen. Dafür ist es laut den Beteiligten auch notwendig, die bereits gute Infrastruktur bedarfsgerecht auszubauen und den Unternehmen genügend Grundstücke und Flächen zur Verfügung zu stellen.
Flächennutzung und bezahlbarer Wohnraum
Neu-Ulm leidet unter Leerständen in der Innenstadt und den anliegenden Gewerbegebieten. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmenden unter anderem über die zukünftige Nutzung des Büroturms des Südstadtbogens als reine Bürofläche. Einigkeit bestand darin, dass weitere Leerstände vermieden und die Attraktivität der Stadt gestärkt werden müssen sowie eine ausgewogene Durchmischung von Wohnen und Gewerbe wichtig ist. Ein Hindernis stellt hier nach Ansicht aller Podiumsteilnehmer*innen die Baupreisentwicklung dar. Anschließend wurde das Thema bezahlbarer Wohnraum und dessen Umsetzung diskutiert.
In der Schlussrunde betonten die Teilnehmenden, dass Neu-Ulm trotz der Herausforderungen ein lebenswerter und attraktiver Standort ist, der sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat.
Podiumsteilnehmer*innen
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Katrin Albsteiger, CSU, Oberbürgermeisterin und Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl in Neu-Ulm
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Joachim Kögel, SPD, Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Neu-Ulm
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Michael Mehren, Bündnis 90/Die Grünen, Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Neu-Ulm
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Johann Britsch, Inhaber, Hotel-Landgasthof Hirsch GbR
Moderation: Stephanie Ammicht, Geschäftsführerin, vbw Bezirksgruppe Schwaben, Augsburg