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Themen und Services/Politik + Gesellschaft

Letzte Aktualisierung: 22. September 2026

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Allensbach-Umfrage zeigt großes Vertrauen in Standort Bayern – aber auch Handlungsbedarf

Angesichts anhaltender geopolitischer Krisen sowie struktureller Umbrüche und innenpolitischer Entwicklungen ist die Stimmung in der deutschen Bevölkerung zunehmend von Verunsicherung geprägt. Eine repräsentative Umfrage des Allensbach Instituts für Demoskopie im Auftrag der vbw ist den Fragen nachgegangen, wie die Menschen im Freistaat die aktuelle Lage wahrnehmen, welche Themen sie als zentral erachten und welche Reformvorhaben sie unterstützen. Wir stellen das Dokument unter dem Text als Download zur Verfügung.

Für die Befragung wurden in der ersten Septemberhälfte 2026 mehr als 1.000 Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern geführt. Die Auswahl der Gesprächspartner*innen ab 16 Jahren bildet einen repräsentativen Querschnitt der bayerischen Bevölkerung.

Der Ergebnisse der Befragungen liefern ein klares Bild: Die große Mehrheit ist davon überzeugt, dass sich der Freistaat sowohl in seiner Wirtschaftskraft als auch in Bezug auf das Handeln der Staatsregierung positiv von anderen Ländern in der Bundesrepublik abhebt. Allerdings benennen die Befragten auch deutlich, wo sie Verbesserungsbedarf sehen – sowohl hinsichtlich der Ansatzpunkte zur Stärkung der Wirtschaft als auch mit Blick auf die landespolitische Agenda insgesamt.

Was Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist

Obwohl die aktuelle Lage von der Bevölkerung derzeit als gut bewertet wird, gehört die Stärkung der Wirtschaft für sie zu den fünf wichtigsten Aufgaben, um die sich die Staatsregierung in den kommenden Jahren kümmern sollte. Die anderen dringenden Themen sind: ausreichend bezahlbaren Wohnraum, eine gute Gesundheitsversorgung, Bürokratieabbau und innere Sicherheit beziehungsweise Kriminalitätsbekämpfung.

Bürokratieabbau zentrales Handlungsfeld – auch aus Sicht der Bürger

Auffällig ist die besondere Rolle, die das Thema Bürokratie in den persönlichen Interviews der Meinungsforscher spielte: Die Bürgerinnen und Bürger haben mehrheitlich den Eindruck, dass die Bürokratie in den letzten Jahren weiter zu- statt abgenommen hat. So erwähnten sie nicht nur – vor allen anderen Punkten – den Abbau von bürokratischen Lasten als unerlässlich für die Stärkung der bayerischen Wirtschaft, sondern auch für ihren eigenen Lebensalltag. Vor allem in den Bereichen Gesundheit und Steuer sowie durch Melde- und Verwaltungsangelegenheiten fühlen sie sich durch Bürokratie gestört oder belastet.

Wenig Unterstützung der erwarteten Reformvorhaben

Die Allensbach-Untersuchung bestätigt: Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist davon überzeugt, dass Deutschland tiefgreifende Reformen braucht, sehen die politischen Vorhaben im Einzelnen aber differenziert. So erwarten die Bürgerinnen und Bürger vor allem eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, eine Erhöhung der Renten- und Krankenversicherung sowie mehr Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge – und gehen davon aus, dass sie dadurch Nachteile haben werden. Dagegen unterstützen die meisten Befragten Reformvorhaben, mit deren Umsetzung sie in absehbarer Zeit nicht rechnen. Dazu zählen eine Steuerbefreiung für Überstundenzuschläge, die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, eine Abschwächung der Progression und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

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