Deutschland
Nach Beginn des Iran-Kriegs zeigen einige Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft wieder nach unten. So blieb die Lagebeurteilung beim ifo Geschäftsklima unverändert, die Erwartungen gingen jedoch spürbar zurück. Ähnliches gilt für den sentix-Konjunkturindex. Während sich die Lagebeurteilung minimal erholte, fielen die Erwartungen kräftig. Regelrecht eingebrochen ist der ZEW-Konjuniturerwartungsindex. Dagegen konnte sich der Einkaufsmanagerindex für die Industrie weiter verbessern und liegt zum zweiten Mal in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Auch der Dienstleistungsindex bleibt trotz eines Rückgangs darüber. Der Economic Sentiment Index blieb weitgehend unverändert, die Lkw-Fahrleistung hat laut Mautstatistik leicht zugenommen.
Eurozone
Auch einige Frühindikatoren für die Eurozone haben sich wieder verschlechtert. Beim sentix-Konjunkturindex gingen sowohl die Lagebewertung als auch die Erwartungen zurück. Der Economic Sentiment indicator zeigt ebenfalls nach unten. Massiv gefallen ist der ZEW-Konjunkturerwartungsindex, der nun wieder im negativen Bereich liegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie konnte sich hingegen weiter verbessern und liegt über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Dienstleistungsindex ging zurück, bleibt aber ebenfalls über der 50-Punkte-Schwelle.
Weltwirtschaft
Die globalen Frühindikatoren sind noch weitgehend aufwärts gerichtet, zum Teil wurden sie aber noch vor dem Iran-Krieg erhoben. Der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft setzte seine Erholung ebenso fort wie der OECD-leading indicator. Auch die Einkaufsmanagerindizes konnten weiter verbessern, sowohl der Index für die Industrie als auch der Dienstleistungsindex liegen über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dagegen verschlechterte sich der sentix-Konjunkturindex. Hier gingen sowohl die aktuelle Lagebeurteilung als auch die Erwartungen zurück. Der RWI-Containerumschlagindex stagnierte zuletzt. Der Baltic Dry bewegte sich ebenfalls seitwärts.