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Themen und Services/Bildung/Aktionsrat Bildung

Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026

Deutschland hat Zukunft

Rückblick – Kongress "Social Media – Bildung – Integrität"

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Social-Media-Plattformen haben die Art und Weise, in der Menschen kommunizieren, interagieren und sich informieren, grundlegend verändert. Für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind sie bereits ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Umso wichtiger ist die Vermittlung eines zielgerichteten und sinnvollen Nutzungsverhaltens von Social Media.

Die Sicht der Wirtschaft

Bertram Brossardt, vbw Hauptgeschäftsführer, betonte in seiner Rede, dass die Gefahren eines unregulierten Social-Media-Konsums von Kindern und Jugendliche groß sind und Handlungsbedarf besteht: „Wir dürfen unsere Kinder und Jugendlichen in der digitalen Welt mit ihren Untiefen aus Cybermobbing und Desinformation nicht sich selbst überlassen. Darum müssen wir im Unterricht einen geschützten Raum schaffen, um ihnen schrittweise Medienkompetenz und die ethischen Grundlagen für den verantwortungsvollen Umgang mit Social Media zu vermitteln. So bereiten wir sie auch auf die Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt vor.“

Forderungen an das Bildungssystem

Der Aktionsrat Bildung spricht sich in seinem Gutachten für eine gesetzliche Altersbegrenzung aus. Zugleich machte er deutlich, dass Verbote nicht ausreichen, um Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen der digitalen Welt vorzubereiten. Social Media müssen dem Gremium zufolge Teil des Unterrichtsalltags werden. Außerdem sollen Lehrkräfte und Eltern umfassend auf ihre Aufgaben in der Anleitung und Begleitung der Social-Media-Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen vorbereitet werden.

Im Rahmen einer Gesprächsrunde diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zentrale Ergebnisse und Empfehlungen der Studie. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz gestärkt werden muss. Deutlich wurde auch, dass für alle Teilnehmenden die Diskussion um Verbote und Beschränkungen nur als Rahmen zu sehen ist, innerhalb dessen die medienpädagogische Vorbereitung und Bildung der Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte verstärkt zu fördern ist.

Vortragende und Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion

  • Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
  • Anna Stolz MdL, Staatsministerin, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz
  • Dr. Anja Weisgerber MdB, stv. Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kultur und Medien
  • Isabelle Schuhladen, Mitglied der erweiterten Schulleitung der Realschule Meitingen
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Lenzen, Vorsitzender des Aktionsrates Bildung, Universitätspräsident a. D.
  • Prof. Dr. Bettina Hannover, Leiterin des Arbeitsbereichs Schul- und Unterrichtsforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Tina Seidel, Inhaberin des Lehrstuhles für Pädagogische Psychologie an der Technischen Universität München und Präsidentin der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF)
  • Prof. Dr. Karl Wilbers, Inhaber des Lehrstuhles für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Dr. Christof Prechtl, stv. Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Moderation: Christian Nitsche, Chefredakteur und Programmbereichsleiter Aktuelles, Bayerischer Rundfunk

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie das Gutachten als Download finden Sie hier. Ein kostenloses Hardcover kann per E-Mail an aktionsratbildung@hbw.de bestellt werden.

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