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vbw relaunch/Pressemitteilungen | Pressemitteilung

vbw: Flexible Arbeitszeiten erleichtern Vereinbarkeit von Pflege und Beruf / Brossardt: „Betriebliche Lösungen helfen Arbeitgebern und Beschäftigten“

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 Evi Moder
Evi Moder
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. forderte bei ihrem OnlineKongress „Vorsprung Bayern: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ mehr Spielräume in der Arbeitszeitgestaltung. „Für Unternehmen ist es eine Herzensangelegenheit, dass Beschäftigte Familie, Pflege und Beruf unter einen Hut bekommen. Motivierte Mitarbeiter, die ihre privaten Belange gut regeln können, sind für den betrieblichen Erfolg wesentlich“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und ergänzt: „Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist allerdings eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Umsetzung darf aber nicht zu noch mehr administrativen oder finanziellen Belastungen der Arbeitgeber führen.“ So stellen einseitige Rechtsansprüche auf die Arbeitszeitabsenkung in Verbindung mit sehr kurzen Ankündigungsfristen gerade kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, wenn auf der anderen Seite das Arbeitszeitrecht nicht flexibilisiert wird. Dagegen kommt eine flexible Arbeitszeitgestaltung einem Tagesverlauf mit verschiedenen Ansprüchen zugute und vereinfacht die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

In Deutschland gibt es circa 3,4 Millionen Menschen mit Pflegebedarf, in Bayern sind es 330.000 (Stand 2018). Bis zum Jahr 2060 ist mit einer Verdoppelung der Zahlen zu rechnen. Rund drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden derzeit zuhause von Angehörigen betreut, die mehrheitlich berufstätig sind. In individuellen Arbeitsverträgen, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträgen unterstützen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mit einer großen Bandbreite an Lösungen, die den Interessen der Arbeitgeber wie auch den Bedürfnissen von Arbeitnehmern mit Pflegeverantwortung gerecht werden. Die Möglichkeiten umfassen unter anderem kurzfristige Freistellungen, übergangsweise Arbeitszeitreduzierung, die Nutzung von Arbeitszeitkonten und Wertguthaben, mobiles Arbeiten, flexible Pausen- und Urlaubsregelungen, Kooperationen mit Familien- und Haushaltsservices oder geldwerte Leistungen.

Die vbw beteiligt sich seit 2015 am Familienpakt Bayern, der mit einer eigenen Servicestelle die Unternehmen informiert, berät und sie dabei unterstützt, die für sich und ihre Beschäftigten besten Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzuführen. „Familienfreundlichkeit ist in den bayerischen Unternehmen kein Lippenkenntnis, sondern wird mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten gelebt. Gefragt ist aber auch die Politik, alles dafür zu tun, dass das Angebot an Pflegeplätzen weiter ausgebaut wird sowie haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich besser gefördert werden“, so Brossardt.