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vbw relaunch/Pressemitteilungen | Pressemitteilung

vbw: Beachtliche Fortschritte beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Schwaben / Ziegelmeier: „Handlungsbedarf besteht bei 5G und Glasfaser“

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 Tobias Rademacher
Tobias Rademacher
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Der Freistaat Bayern und die Region Schwaben haben in den letzten Jahren konsequent in den Ausbau digitaler Netze investiert. Zeitgleich hat die Corona-Krise der Digitalisierung einen Schub verliehen. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

„Im Regierungsbezirk Schwaben können bereits viele Haushalte schnelles Internet nutzen. Knapp 95 Prozent haben einen 30 Mbit/s Anschluss zur Verfügung. Und 93 Prozent der Haushalte können sogar auf einen Anschluss mit Bandbreite bis zu 50 Mbit/s zurückgreifen. Erfreulich ist der überdurchschnittliche Zuwachs im ländlichen Raum Schwabens im bayernweiten Vergleich von 6,9 Prozent: Hier stehen nun insgesamt 85,2 Prozent aller Haushalte eine Datengeschwindigkeit von 30 Mbit/s zur Verfügung. Das ist ein großer Erfolg in dem Bestreben, den digitalen Versorgungsgrad auch in der Fläche zu vollenden“, sagt Werner Ziegelmeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Schwaben und ergänzt: „Diese Entwicklung ist insbesondere auch dem Engagement der schwäbischen Kommunen zu verdanken: Aktuell haben 331 von insgesamt 340 Gemeinden Anträge zum Breitband-Förderprogramm der bayerischen Landesregierung eingereicht oder sind bereits gefördert worden.“

Dr. Hans Reichert, Landrat des Landkreises Günzburg, sagt: „Bayernweit haben wir insbesondere im ländlichen Raum in den letzten Jahren eine hohe Dynamik im Bereich Breitband beobachten können. Im Landkreis Günzburg sind gut 80 Prozent aller Haushalte mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt. Für fast die Hälfte der Haushalte sind sogar über 200 Megabit pro Sekunde verfügbar. Das ist gut, aber wir dürfen nicht nachlassen. Gerade jetzt brauchen unsere Schulen, unsere Firmen und unsere Behörden stabile und leistungsfähige Breitbandnetze, wenn wir trotz der aktuellen Corona-Pandemie Lehre und Wirtschaft am Laufen halten wollen. Gleiches gilt endlich für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung.“

Die beachtlichen Fortschritte beim Netzausbau sind den Unternehmen in der Krise zugutegekommen. Denn während des Lockdowns haben die Netze dem gestiegenen Bedarf deutlich besser standgehalten als von vielen erwartet. „Diese rasante Entwicklung gelingt nur dank der Kombination von kommunalem Engagement, gezielten Förderprogrammen und technischem Fortschritt. Diesen Schwung müssen wir nutzen, um spätestens 2025 eine lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G zu erreichen. Der zügige Ausbau ist für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts essenziell“, so Ziegelmeier. In Schwaben waren Ende 2019 erst 8,7 Prozent der Haushalte an Glasfaser angeschlossen.

Beim Thema Mobilfunk geben 96 Prozent der Unternehmen in Bayern an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. 2018 waren es noch 86 Prozent. „Die Mobilfunkversorgung in Schwaben ist insgesamt gesehen gut. Gerade die Versorgung der ICE-Strecken und der Autobahnen hat sich spürbar verbessert. Es gibt aber immer noch Funklöcher auf den schwäbischen Verkehrswegen, gerade auf den Bundesstraßen, die es zu schließen gilt. Wir appellieren an die Gemeinden deshalb das jüngste bayerische Gigabit-Förderprogramm aktiv zu nutzen. Denn es lohnt sich: Dank des bayerischen Breitbandförderprogramms werden aktuell 6.400 Kilometer Glasfaser in Schwaben neu verlegt und so rund 27.300 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen.

Insgesamt werden über 93.000 Haushalte mit schnelleren Anschlüssen versorgt“, sagt Ziegelmeier.

Die Studie „Breitbandbedarf der bayerischen Unternehmen 2020 – leitungsgebunden und mobil“ steht unter: www.vbw-bayern.de/breitbandbedarf und die Studie „Versorgungsgrad der digitalen Infrastruktur in Bayern“ steht unter www.vbw-bayern.de/versorgungsgrad zum Download bereit.