Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2021

Pressemitteilung

vbw warnt vor Regulierung von Werkverträgen und Zeitarbeit / Brossardt: „Garant für Innovationen und Flexibilität“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betont die Bedeutung flexibler Beschäftigungsformen, insbesondere von Zeitarbeit und Werkverträgen. „Diese sind unverzichtbare Elemente in der modernen Arbeitswelt“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf dem vbw Kongress „Erfolgsmodelle Zeitarbeit und Werkverträge“ in München.

Die Zeitarbeit sieht die vbw als unverzichtbar an, damit die Unternehmen flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren können. Brossardt: „Gerade zu Beginn eines Aufschwungs, der sich derzeit abzeichnet, ist Zeitarbeit notwendig. Damit kann die Nachfrage bedient werden, wenn die Nachhaltigkeit des Aufschwungs noch unsicher ist.“ Er betont die Bedeutung der Zeitarbeit auch als Brücke in den Arbeitsmarkt. „So waren zwei Drittel derjenigen, die 2019 eine Tätigkeit als Zeitarbeitnehmer aufgenommen haben, zuvor ohne Beschäftigung. 58 Prozent derjenigen, die aus einem Zeitarbeitsverhältnis ausscheiden, sind danach weiterhin beschäftigt, 60 Prozent davon in einem Arbeitsverhältnis außerhalb der Zeitarbeit. Zeitarbeit eröffnet insbesondere auch geringer Qualifizierten gute Chancen.“

Gleichzeitig betont die vbw, dass Zeitarbeit kein Massenphänomen ist. Brossardt: „2020 gab es bundesweit 783.000 Zeitarbeitnehmer, das waren zwei Prozent aller Arbeitnehmer. Zeitarbeitnehmer sind auch keine Arbeitnehmer zweiter Klasse. Sie stehen in einem regulären Arbeitsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten gegenüber dem Zeitarbeitsunternehmen.“

Zum flexiblen Einsatz der Zeitarbeit fordert die vbw, die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten abzuschaffen, zumindest temporär in Krisenzeiten. „Zudem muss das Schriftformerfordernis des Überlassungsvertrags in ein Textformerfordernis umgewandelt werden, um der digitalen Personalpraxis gerecht zu werden. Die Bürokratie durch Melde- und Hinweispflichten muss weg“, so Brossardt.

Die vbw betont die Bedeutung von Werkverträgen gerade in stark spezialisierten Bereichen als Garant für Innovationen in arbeitsteiligen Produktionsketten und für den Erhalt von Arbeitsplätzen. „Beschäftigte des Werk- und Dienstvertragsanbieters haben die gleichen Rechte wie alle Arbeitnehmer in Deutschland. Es gibt keine Benachteiligung. Wir brauchen keine weitere Regulierung“, so Brossardt.