Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2026
Pressemitteilung
vbw fordert zügige Entscheidungen über Nordzulauf zum Brenner-Basistunnel / Brossardt: „Zentrales europäisches Verkehrsprojekt dringend priorisieren!“
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. warnt eindringlich vor einer weiteren Verschleppung von Entscheidungen zum Brenner-Basistunnel auf deutscher Seite. „Unsere italienischen und österreichischen Nachbarn haben ihren Teil zum Erfolg des länderübergreifenden Infrastrukturprojekts bereits beigetragen. Auf der deutschen Seite hakt es. Nur mit einer leistungsstarken Zulaufstrecke auf deutscher Seite kann das Potenzial des Brenner-Basistunnels ausgeschöpft werden. Die Planung und der Bau des Nordzulaufs müssen jetzt vom Bund mit hoher Priorität vorangetrieben werden“, unterstreicht vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Brenner ist seit vielen Jahren der am stärksten genutzte Übergang im Alpenraum. Als zentrale Verkehrsachse verbindet er wichtige Wirtschaftsräume und Seehäfen im Norden und Süden Europas miteinander. Auf Straße und Schiene werden jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Waren zwischen dem Freistaat, Österreich und Italien befördert. Die Hauptlast des Frachtvolumens mit rund 70 Prozent liegt auf der Straße. „Das Projekt hat eine enorme Bedeutung für den freien und klimaschonenden Warenverkehr in Europa und insbesondere auch für die bayerische Wirtschaft. Es müssen endlich Entscheidungen her“, fordert Brossardt.
Der vbw Hauptgeschäftsführer macht klar: „Die Brennerroute ist bereits chronisch überlastet. Engpässe auf der Alpenroute kosten viel Zeit und Geld und belasten den Warenaustausch des Freistaats mit wichtigen Wirtschaftspartnern. Der Handlungsbedarf ist offensichtlich, und die Zeit drängt. Denn klar ist: Das Verkehrsaufkommen am Brenner nimmt nicht ab, sondern weiter zu. Die zu erwartenden Kapazitätsbedarfe im Güterverkehr von morgen lassen sich nur durch den Brenner-Basistunnel mit seinen Zuläufen in Italien, Österreich und Deutschland bewältigen.“
Im September dieses Jahres wurde das Thema kurzfristig wieder von der Tagesordnung des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag genommen. Nun steht es erneut zur Behandlung an. Brossardt: „Die Entscheidungen zum Nordzulauf am Brenner dürfen nicht erneut vertagt werden. Es ist allerhöchste Zeit, dass der Weg für dieses Projekt in Deutschland endlich freigemacht wird. Das sind wir auch unseren Nachbarländern und Projektpartnern schuldig. Wir müssen aufpassen, dass wir in dieser Sache nicht unsere Glaubwürdigkeit verspielen.“