Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 09. Dezember 2020

Pressemitteilung

vbw: Synthetische Kraft- und Brennstoffe relevanter Baustein für den Klimaschutz / Brossardt: „Klimaschutz erfordert Technologieoffenheit“

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 Rafael Freckmann
Rafael Freckmann
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Beitrag synthetischer Kraft- und Brennstoffe zum Klimaschutz die Bedeutung des Klimaschutzes als eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit betont. „Im Kampf gegen die Erderwärmung gibt es keine Patentlösung. Wir brauchen deshalb Technologieoffenheit und müssen an vielen Stellschrauben drehen: Eine davon ist der Einsatz synthetischer Kraft- und Brennstoffe. Wir haben uns äußerst ambitionierte Klimaziele gesteckt. Gleichzeitig fehlen uns aber in einigen Sektoren echte Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Binnenschifffahrt und Flugverkehr sind nur schwer elektrifizierbar. Hier fehlen am Markt noch die alternativen Antriebstechnologien. In der energieintensiven Industrie können einige Verfahren, insbesondere Hochtemperatur-Wärme-Prozesse, gegenwärtig nicht elektrifiziert werden. Eine klimaschonende Lösung liegt auf der Hand: Fossile Erzeugnisse können und sollten durch synthetische Pendants ergänzt werden“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw.

Nach Ansicht der vbw haben synthetische Kraft- und Brennstoffe viele Vorteile: Sie lassen sich gut lagern, sind einfach zu transportieren und können genauso verwendet werden, wie herkömmliche flüssige Energieträger. „Auch ältere Bestandsfahrzeuge – und das sind noch auf Jahrzehnte hinaus global betrachtet eine beachtliche Menge – können mit E-Fuels treibhausgasneutral betrieben werden. Die vorhandene Infrastruktur kann weitergenutzt werden. Das kann ein wichtiger Baustein im Technologiemix werden“, so Brossardt.

Brossardt weiter: „Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sich die industrielle Herstellung synthetischer Kraft- und Brennstoffe noch im Entwicklungsstadium befindet. Hier brauchen wir umfangreiche Investitionen und einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien. Darüber hinaus müssen wir frühzeitig einen Regulierungs- und Finanzierungsrahmen festsetzen und die Forschungs- und Entwicklungsbudgets aufstocken. Außerdem gilt es, alle CO2-freien Energieträger – also auch Power-to-X-Technologien – regulativ fair zu behandeln und gleichermaßen von Steuern, Abgaben und Umlagen zu entlasten. Nicht Ideologie, sondern Technologie ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Klimaschutz.“