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Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2026

Pressemitteilung

Kultur- und Kreativbranche steht weiterhin vor großen Herausforderungen / Brossardt: „Stärkung kreativer, kultureller und technologischer Kompetenzen essenziell“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der Bayerische Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft e. V. (BLVKK) zeichnen zum dritten Mal mit ihrem KreativIndex ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Lage der Kultur- und Kreativwirtschaft (KuK) im Freistaat. „Obwohl sich der Index im Vergleich zum Vorjahr um vier Punkte auf nun 65 von 200 möglichen Punkten leicht verbessert hat, ist die Lage der KuK in Bayern weiter angespannt. Die Branche bleibt damit in ihrer Entwicklung hinter der bayerischen Gesamtwirtschaft zurück und steht weiterhin vor der Herausforderung, sich zu stabilisieren“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die bayerische Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt rund 3,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat.

Der von IW Consult GmbH berechnete KreativIndex setzt sich aus drei Teilindizes zusammen: Beschäftigung, Expertenmeinung und Medienecho. Der Teilindex Beschäftigung verharrt mit 50 Punkten auf einem konstant niedrigen Niveau. Bereits im zweiten Jahr in Folge ist die Erwerbstätigkeit innerhalb der Branche rückläufig. Der Teilindex Expertenmeinung liegt mit 60 Punkten zwar auf dem höchsten Stand über alle drei Erhebungswellen hinweg, zeichnet jedoch weiterhin ein schlechtes Stimmungsbild. Der Teilindex Medienecho erreicht 85 Punkte und kann als durchschnittlich eingeordnet werden. Dazu Carola Kupfer, Präsidentin des BLVKK: „Zwar erhält die KuK regelmäßig mediale Aufmerksamkeit, die Berichterstattung ist jedoch häufig von einer negativen Tonalität geprägt, was die Sichtbarkeit der Branche nur bedingt in positive Reputation übersetzt. Alle drei Teilindizes bleiben klar unter den insgesamt 200 möglichen Punkten. Die Branche steht also nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell unter Druck.“

Die Themenschwerpunkte der diesjährigen Sonderfragen umfassen den Blick der bayerischen KuK auf das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz sowie auf die Bedeutung der Branche für Bildung und Kompetenzentwicklung. „Mit Blick auf das Sondervermögen deutet die Befragung darauf hin, dass die Branche davon langfristig profitiert, kurzfristig aber vorerst wenig wirtschaftliche Vorteile haben wird. Auf einer Skala von eins bis fünf schätzen die Befragten die Wirkung im Mittel mit 2,8 ein“, erläutert Brossardt. Insbesondere im Bildungsbereich wird in der diesjährigen Befragung der Beitrag der KuK zur Förderung kreativer, expressiver und demokratischer Kompetenzen hervorgehoben. „85 Prozent der Befragten halten die Verankerung des Austauschs zwischen KuK und Bildungssektor für wichtig. 84 Prozent sehen gemeinsame Förderprogramme als bedeutend“, erklärt Brossardt und führt fort: „Für die vbw ist die Stärkung kreativer, kultureller und technologischer Kompetenzen ein entscheidender Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit, Zukunftsfähigkeit und Gestaltungsfähigkeit Bayerns und Deutschlands insgesamt zu sichern.“

Die vollständige Studie finden Sie hier .

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