Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2021

Pressemitteilung

vbw Online-Kongress zum „Restart im Tourismus“ / Brossardt: „Förderprogramme und bürokratische Entlastung für Tourismusbetriebe“

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 Evi Moder
Evi Moder
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierte auf ihrem Online-Kongress „Restart im Tourismus“ über Konzepte, mit denen die bayerische Tourismuswirtschaft nach dem Überwinden der Corona-Pandemie auf die Erfolgsspur zurückfindet. „Kaum eine Branche wurde von der Pandemie ähnlich hart getroffen wie die Tourismuswirtschaft. Die bayerische Staatsregierung und der Bund haben umfassende Hilfspakete aufgelegt. Im nächsten Schritt gilt es, zukunftsorientierte Strategien für die Zeit nach der Krise zu entwickeln. Dafür werden von den Unternehmen und Kommunen bereits jetzt viele gute Ideen und Impulse entwickelt – für die erfolgreiche Umsetzung braucht es nun weitere Förderprogramme, aber auch Maßnahmen, um die Betriebe in bürokratischer Hinsicht zu entlasten, forderte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Um die Erfolgsgeschichte des bayerischen Tourismus nach der Corona-Pandemie fortschreiben zu können, müssen insbesondere die Hauptleistungsträger Hotellerie und Gastronomie weiter gestärkt werden. Dazu ist ein fortgeführter reduzierter Umsatzsteuersatz unter Einbezug der Getränke essentiell, solange es in den umgebenden Ländern Deutschlands vergleichbar gehandhabt wird. Neben diesen Unterstützungsmaßnahmen müssen auch Reformmaßnahmen wie die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes durch eine Wochenarbeitszeit und Bürokratieabbau angegangen werden.

Dazu Tourismusminister Hubert Aiwanger: „Trotz der enormen Herausforderungen für den Tourismus können wir mit Optimismus in die Zukunft blicken. Ich bin zuversichtlich, dass die Infektionszahlen in den nächsten Wochen deutlich zurückgehen werden.“ Aiwanger zeigt sich überzeugt, dass die Menschen nach den entbehrungsreichen vergangenen Monaten mehr denn je Erholung benötigen und verreisen wollen. Für Bayern rechnet der Minister in diesem Jahr deshalb mit einer ordentlichen Sommersaison: „Als beliebtes Tourismusland hatten wir schon im Coronajahr 2020 eine sehr gute Sommersaison, ich gehe fest davon aus, dass sich diese positive Entwicklung auch heuer zeigen wird. Ich bin sicher, dass wir damit viele Touristen für Bayern begeistern können.“

Knapp drei Viertel der Hoteliers und Gastronomen im Freistaat bangen um ihre Existenz. Ein knappes Viertel denkt über eine Betriebsaufgabe nach. „Die kommenden Wochen und Monaten werden für die Tourismusunternehmen und ihre Beschäftigten nicht einfacher. Auch wenn die Corona-Pandemie überwunden ist, lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen. Die Betriebe werden sich auf neue Anforderungen und veränderte Bedürfnisse der Gäste einstellen müssen,“ so Brossardt.

So wird nach Ansicht der vbw das Thema Abstand und Hygiene eine größere Rolle spielen. Außerdem erwarten die Kunden zunehmend mehr Flexibilität, etwa was die Stornierungsbedingungen betrifft. „Viele Bereiche müssen überdacht und neugestaltet werden. Digitale Lösungen werden deutlich stärker nachgefragt werden“, erklärt Brossardt und betont: „Wir brauchen mehr denn je leistungsfähige digitale Netze: um die Standortqualität für Tourismusbetriebe zu erhöhen ebenso wie für neue Angebote, die beispielsweise Echtzeitinformationen voraussetzen.“

Der durch die Corona-Pandemie verstärkte Trend zum Inlandstourismus wird die Tourismusregion Bayern mittelfristig stärken. Um diese Chance nutzen zu können, fordert der vbw Hauptgeschäftsführer, die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen schneller in die Umsetzung zu bringen und den Unternehmen die nötige Liquidität zu verschaffen. „Um die enormen Herausforderungen zu meistern, wird ein hohes Maß an bayerischer Unverwüstlichkeit nötig sein. Die Bewältigung der Krise kann nur gemeinsam gelingen. Wir brauchen jetzt auch eine stärkere Vernetzung touristischer Angebote und Anbieter und verbesserte, Regionen übergreifende Marketingstrategien.“