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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw: Beachtliche Fortschritte beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Oberfranken / Kaeser: „Handlungsbedarf besteht bei 5G und Glasfaser“

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 Evi Moder
Evi Moder
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Der Freistaat Bayern und die Region Oberfranken haben in den letzten Jahren konsequent in den Ausbau digitaler Netze investiert. Zeitgleich hat die Corona-Krise der Digitalisierung einen Schub verliehen. Das ist das Ergebnis zweier Studien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

„Im Regierungsbezirk Oberfranken können überdurchschnittlich viele Haushalte schnelles Internet nutzen. Etwas mehr als 96 Prozent haben einen 30 Mbit/s Anschluss zur Verfügung. Über 93 Prozent der Haushalte können auf einen Anschluss mit Bandbreite bis zu 50 Mbit/s zurückgreifen und mehr als 82 Prozent sogar bis zu 100 Mbit/s buchen. Erfreulich ist auch der Zuwachs im ländlichen Raum Oberfrankens im bayernweiten Vergleich von 3,5 Prozent: Hier steht nun insgesamt 91,4 Prozent aller Haushalte eine Datengeschwindigkeit von 30 Mbit/s zur Verfügung. Das ist ein großer Erfolg in dem Bestreben, den digitalen Versorgungsgrad auch in der Fläche zu vollenden“, sagt Thomas Kaeser, Regionalvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken und ergänzt: „Diese Entwicklung ist insbesondere auch dem Engagement der oberfränkischen Kommunen zu verdanken: Aktuell haben alle 214 oberfränkischen Gemeinden Anträge zum Breitband-Förderprogramm der bayerischen Landesregierung eingereicht oder sind bereits gefördert worden.“

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Coburg zur Entwicklung des Ausbaus der digitalen Infrastruktur in Oberfranken positiv beitragen kann“, erklärt Dominik Sauerteig, Oberbürgermeister der Stadt Coburg. „Coburg hat bereits – gefördert durch den Freistaat Bayern – jeden Haushalt an das schnelle Internet angeschlossen. Das betrifft auch sämtliche Außenbereiche im Stadtgebiet. Aktuell ist die Stadtverwaltung dabei, einen Breitbandmasterplan zu entwickeln, um die nächsten Schritte daraus abzuleiten.“

Die beachtlichen Fortschritte beim Netzausbau sind den Unternehmen in der Krise zugutegekommen. Denn während des Lockdowns haben die Netze dem gestiegenen Bedarf deutlich besser standgehalten als von vielen erwartet. „Diese rasante Entwicklung gelingt nur dank der Kombination von kommunalem Engagement, gezielten Förderprogrammen und technischem Fortschritt. Diesen Schwung müssen wir nutzen, um spätestens 2025 eine lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G zu erreichen. Der zügige Ausbau ist für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts essenziell“, so Kaeser. In Oberfranken waren Ende 2019 erst 11,6 Prozent der Haushalte an Glasfaser angeschlossen.

Rainer Landwehr, Geschäftsführer Dietze + Schell Maschinenfabrik GmbH & Co. KG betonte: „Trotz allen Verbesserungen im Glasfasernetzausbau gibt es in Oberfranken entlang von Bundes- und Landstraßen immer noch zu viele Lücken in der Mobilfunkabdeckung, was einer modernen Industrieregion nicht gerecht wird.“

Beim Thema Mobilfunk geben 96 Prozent der Unternehmen in Bayern an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein. 2018 waren es noch 86 Prozent. „Die Mobilfunkversorgung in Oberfranken ist insgesamt gesehen gut. Gerade die Versorgung der ICE-Strecken und der Autobahnen hat sich spürbar verbessert. Es gibt aber immer noch Funklöcher auf den oberfränkischen Verkehrswegen, gerade auf den Bundesstraßen, die es zu schließen gilt. Wir appellieren an die Gemeinden deshalb das jüngste bayerische Gigabit-Förderprogramm aktiv zu nutzen. Denn es lohnt sich: Dank des bayerischen Breitbandförderprogramms werden aktuell 6.200 Kilometer Glasfaser in Oberfranken neu verlegt und so rund 12.300 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt werden über 99.000 Haushalte mit schnelleren Anschlüssen versorgt“, sagt Kaeser.