Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 02. Dezember 2022

Pressemitteilung

Möglicher positiver Wendepunkt in der Partnerschaft Europas mit den USA / Brossardt: „Einseitigen Abhängigkeiten mit offenen Märkten begegnen“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht im Ergebnis der Midterm-Wahlen in den USA einen möglichen Wendepunkt in den Beziehungen zu den Vereinigten Staaten: „Die Wahlen haben gezeigt, dass ein kompromissloses ‚America first‘ und ein für alle schädlicher Protektionismus der USA nicht die Antwort auf die Herausforderungen von heute sein kann. Eine gute Zukunft gewinnt man besser mit zuverlässigen Partnern und offenen Märkten“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Über die Auswirkungen auf die transatlantische Partnerschaft und damit auch die bayerische Wirtschaft diskutierte die vbw auf einem Kongress in Kooperation mit dem Amerikahaus. Insbesondere bewertet es die vbw als erfreulich, dass sich die Vereinigten Staaten und Europa unter der Präsidentschaft von Joe Biden auch wirtschaftlich wieder angenähert haben. „Das zeigt die zumindest teilweise Rücknahme und das Aussetzen von Strafzöllen auf europäische Waren. Auch der 2021 ins Leben gerufene Handels- und Technologierat zwischen der EU und den USA war ein wichtiger Schritt. Diese Zusammenarbeit sollte nun durch weitere sektorale Abkommen ergänzt und intensiviert werden“, sagte Brossardt. Die vbw erneuerte ihre Forderung nach offenen Märkten. „Protektionismus schadet dem Handel und dem weltweiten Wachstum. Wir brauchen noch mehr transatlantische Kooperation und mehr Handelsabkommen, insbesondere mit zuverlässigen Partnern wie den USA. Wir brauchen auch weiterhin eine enge Abstimmung mit den G7 hinsichtlich der Russland-Sanktionen und der Unterstützung für die Ukraine“, so Brossardt weiter. „Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat der Welt vor Augen geführt, dass Frieden auch in Europa brüchig sein kann und die Demokratie jeden Tag aufs Neue verteidigt werden muss. Er hat uns aber auch bewusst gemacht, wer unsere wahren Freunde in der Welt sind. Es bleibt daher zu wünschen, dass alle politisch Verantwortlichen in den USA so transatlantisch denken wie wir in Bayern“, resümiert Brossardt.

Die vbw betont die Bedeutung der Handelsbeziehungen zwischen dem Freistaat und den Vereinigten Staaten. „Die USA waren auch 2021 der größte Exportmarkt für bayerische Waren. Die Exporte in die USA summierten sich auf fast 20 Milliarden Euro, das waren 10,5 Prozent aller bayerischen Exporte. Zwischen Januar und September 2022 stieg der Wert der bayerischen Exporte in die USA wertmäßig um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, mengenmäßig hingegen nur um 6,0 Prozent. Überdurchschnittliche Bedeutung haben Kraftwagen bzw. Kraftwagenteile und Maschinen“, erklärte Brossardt und ergänzt: „Zusammen mit den Importen aus den USA lag das bayerisch-amerikanische Handelsvolumen 2021 bei 32 Mrd. Euro. Damit sind die USA der drittgrößte Handelspartner Bayerns nach China und Österreich.“

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