Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 05. Mai 2021

Pressemitteilung

Umsetzung des Bayerischen Aktionsprogramms Energie erforderlich / Brossardt: „Bedeutung der Wasserkraft wird zunehmen“

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 Lena Grümann
Lena Grümann
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die letzten beiden bayerischen Kernkraftwerke werden bis Ende 2022 vom Netz gehen. Gleichzeitig wird der ambitionierte Ausbau erneuerbarer Energien dringend zur Erreichung der Klimaziele und für dauerhaft tragbare Großhandelsstrompreise gebraucht. Die bayerische Wasserkraft ist hier aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. eine zentrale Säule. „Mit ihrer kontinuierlichen Stromerzeugung spielt sie eine entscheidende Rolle zur Deckung der Grundlast und zur Stabilität im Netz, und gerade vor dem Hintergrund des Klimaschutzes wird ihre Bedeutung künftig noch zunehmen. Die vereinbarten Ziele für die Wasserkraft müssen dringend weiterverfolgt werden – und zwar tatkräftig und konkret“, fordert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

In dem 2019 verabschiedeten „Bayerischen Aktionsprogramm Energie“ hat das Bayerische Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie klare Zielsetzungen für die Wasserkraft definiert. Es sieht durch Modernisierung und Nachrüstung bestehender Anlagen eine zusätzliche jährliche Stromerzeugung von einer Terawattstunde Strom bis 2022 vor. Zudem beabsichtigt das Programm die Einbindung eines Trägers öffentlicher Belange und eine dazugehörige Bekanntmachung, in der auch das öffentliche Interesse der Wasserkraft definiert ist. Damit können wirtschaftliche, energiewirtschaftliche und die Energiewende betreffende Belange in Genehmigungsverfahren künftig entsprechende Berücksichtigung finden.

In Bayern beträgt der Wasserkraftanteil an den erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung rund 30 Prozent. Als planbare Energiequelle stellt die Wasserkraft eine wichtige Ergänzung zu Wind- und Solarenergie dar. Jede der über 4.200 Wasserkraft-Anlagen trägt zur Netzstabilität Bayerns bei. „Diese älteste regenerative Energiequelle im Freistaat hat mitgeholfen, dass wichtige Industriezweige wie die Chemieindustrie aufgebaut werden konnten. Hinzu kommt, dass kleinere Wasserkraftanlagen die Existenz zahlreicher traditioneller Unternehmen wie Mühlen und Sägewerke sichern. Dass die künftige Energieversorgung erneuerbar, dezentral und klimafreundlich sein muss, steht mittlerweile außer Frage. Wir appellieren mit Nachdruck an die bayerische Staatsregierung, die im Aktionsplan vorgesehenen Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen“, ergänzt Brossardt.