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Letzte Aktualisierung: 30. April 2021

Pressemitteilung

Roboter für automatisierte Corona-Abstriche vorgestellt / Hatz: „Corona-Pandemie mit Hightech aus Bayern bekämpfen“

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 Maximilian Stoib
Maximilian Stoib
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Wolfram Hatz, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und Vorsitzender des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft besuchte gestern das Münchner Robotik und KI-Unternehmen Franka Emika GmbH. Dort wurde basierend auf mehrfach ausgezeichneten Robotern ein System für automatisierte Corona-Abstriche entwickelt, welches als erstes weltweit eine offizielle Zulassung als Medizinprodukt erhalten hat.

vbw Präsident Hatz lobte bei der Demonstration des Systems den Innovationsgeist hinter der Technologie: „Franka Emika ist ein tolles Beispiel dafür, wie wir mit Hightech aus Bayern die Corona-Pandemie bekämpfen können. Das entspricht ganz dem, was meine Kollegen und ich im Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft formuliert haben: Wir müssen unsere hervorragenden Innovationspotenziale voll ausschöpfen, um besser durch die Krise zu kommen und den Standort resilienter für die Zukunft aufzustellen.“

Mit dem Testautomaten von Franka Emika lassen sich Abstriche effizient und mit immer gleicher Qualität durchführen und vor allem entfällt das Ansteckungsrisiko durch das medizinische Personal. Dr. Simon Haddadin, Arzt und Mitgründer von Franka Emika, erklärt die Besonderheiten des Testautomaten und beschreibt die Herausforderungen im Entwicklungsprozess: „Unser höchstes Ziel und zugleich die Herausforderung war der Schutz der Patienten und des Personals. Denn die Infektionszahlen unter dem Gesundheitspersonal sind alarmierend und zugleich ein Infektionsherd für die Gesamtbevölkerung.

Ein weiterer Fokus war, eine stabile Qualität zu erreichen, denn Studien zeigen, dass es eine enorme Abhängigkeit gibt zwischen Testergebnissen und Herkunft der Tests. Es lässt sich mehr als vermuten, dass die Qualität der Proben untersucherabhängig ist. Dass wir nun mit bis zu 60 Tests pro Stunde auch sehr effizient sind, ist ein erfreulicher Nebeneffekt und ermöglicht uns auch, die Akzeptanz und die Bereitschaft der Nutzung der Plattform zu steigern. Wir sind gerade dabei, die gesamte Kette von Testanmeldung bis zum Testergebnis automatisiert und digitalisiert umzusetzen und nutzen dieses Verfahren bereits für das mehrmals wöchentliche Testen der Belegschaft, sowie unserer Nachbarfirmen. Und hier kommen derzeit noch viele Erkenntnisse hinzu, denn wir müssen natürlich die ‚Patientenseite‘ berücksichtigen und den Vorgang möglichst einfach unter den bestmöglichen hygienischen Voraussetzungen gestalten. Wir denken, das ist uns ganz gut gelungen und Studienergebnisse zeigen auch eine sehr hohe Akzeptanz vor allem gegenüber dem ‚klassischen‘ Testverfahren. Wir können sagen, dass wir eine funktionsfähige als auch akzeptierte Lösung entwickelt haben, die in der Lage ist, das Infektionsrisiko für alle Beteiligen zu verringern und so einen sinnvollen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten.

Durch finanzielle Unterstützung vom BMBF, dem Freistaat Bayern, der LfA und Deutschen Bank können wir unsere Lösung flächendeckend anbieten, als auch weitere Hoch-Risikoverfahren automatisieren und die Infektionsausbreitung deutlich reduzieren.“ Die Entwicklung des Testautomaten begann bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im letzten Jahr, produziert wird er mittlerweile von Franka Emika in Bayern. Nach einer erfolgreichen Testphase hat das Gerät eine offizielle Zulassung als Medizinprodukt der Klasse eins erhalten und kann damit flächendeckend eingesetzt werden – beispielsweise in Krankenhäusern, Testzentren oder Unternehmen. „Abstand, Maske, Testen, Impfen – wir müssen uns jetzt auf alle diese Punkte konzentrieren, um dem Virus die Stirn zu bieten. Die Unternehmen in Freistaat sind sich dabei ihrer Verantwortung bewusst und leisten ihren Beitrag – das beweisen Franka Emika und viele andere“, erklärte Hatz. So ist der Testautomat wie zahlreiche weitere bayerische Hersteller und Produkte auf der vbw Online-Plattform www.plattform-corona-schutzprodukte.de gelistet. „Mit unserer kostenlosen Plattform haben wir eine praktische Lösung für die schnelle Kontaktaufnahme zwischen Anbietern und Interessenten von Corona-Schutzprodukten geschaffen.

Mehr als 190 Unternehmen bieten dort derzeit etwa Schutzmasken, Schnelltests oder Geräte zur Raumluftverbesserung an. So unterstützen wir mit unserer Plattform die Betriebe im Freistaat gezielt dabei, mit ihren umfassenden betrieblichen Hygienekonzepten die Pandemie zu bekämpfen“, erläuterte vbw Präsident Hatz abschließend.