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Letzte Aktualisierung: 09. Februar 2026

Pressemitteilung

Verlust von 24.500 Jobs alarmierendes Signal, Standortprobleme dringend lösen

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.:

„Die industrielle Basis im Freistaat bröckelt. Das belegen auch die heute veröffentlichten Industrie-Zahlen für das vergangene Jahr. Der Abbau von 24.500 Arbeitsplätzen im Durchschnitt des letzten Jahres ist ein weiteres verheerendes Signal für die Industrie und die gesamte Wirtschaft in Bayern. Mit einem Wertschöpfungsanteil von rund 23 Prozent ist unsere Industrie das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Hoffnungsvoll stimmt uns immerhin, dass das Umsatzvolumen für 2025 zumindest nominal leicht gestiegen ist und dass auch das Auftragsvolumen wieder zunimmt. Das ist ein Zeichen dafür, dass der konjunkturelle Tiefpunkt überschritten scheint. Die tiefgreifenden Standortprobleme haben uns aber weiter fest im Griff. Hinzu kommt ein außenwirtschaftlicher Krisenmix aus US-Zöllen, weltweitem Protektionismus, chinesischen Exportbeschränkungen für Seltene Erden und geopolitischen Spannungen. Die Bundesregierung muss daher umso energischer die Erneuerung unseres Wirtschaftsstandorts voranbringen – auch um in Zukunft global bestehen zu können.

Damit das gelingt, müssen wir unsere Standortbedingungen wieder verbessern. Oberste Priorität hat dabei der Bürokratieabbau. Es ist bereits einiges passiert, aber wir brauchen noch deutlich mehr. Vor allem müssen wir darauf achten, nicht noch zusätzliche Bürokratie aufzubauen. Die Stromkosten sind zudem weiterhin zu hoch, es braucht eine Stromsteuersenkung für alle Branchen. Und letztendlich wird es nicht ohne eine grundlegende Reform der sozialen Sicherungssysteme gehen – allen voran bei der Rente müssen wir endlich umdenken. Nur so bleiben wir auch zukünftig wirtschaftlich erfolgreich.“

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